gelieren

GrammatikVerb · gelierte, hat geliert
Aussprache
Worttrennungge-lie-ren (computergeneriert)
HerkunftFranzösisch
Wortbildung mit ›gelieren‹ als Erstglied: ↗Gelierstoff
eWDG, 1967

Bedeutung

zu Gelee werden
Beispiele:
Brühe von Kalbsknochen geliert besonders gut
überreife Beeren haben nicht genügend Fruchtsäure und gelieren schlecht
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gelee · gelieren
Gelee n. ‘eingedickter, gallertartiger Frucht- oder Fleischsaft’. Anfang des 18. Jhs. wird gleichbed. frz. gelée als Fem. übernommen (Neutr. bei Campe 1801), das auf lat. gelāta, substantiviertes Part. Perf. Fem. von lat. gelāre ‘gefrieren, gerinnen’ und ‘gefrieren, gerinnen lassen’ zurückgeht (s. ↗Gallert, ↗Gelatine). gelieren Vb. ‘zu Gelee erstarren, halbfest werden’, aus frz. geler ‘gefrieren, zum Gefrieren bringen, steif werden’ entlehnt (1. Hälfte 20. Jh.), das auf lat. gelāre (s. oben) beruht.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und es wird nicht aus diesem Wust von Informationen, denen wir ausgesetzt sind, von selber gelieren.
Die Zeit, 18.03.2013, Nr. 11
Sie löst sich schnell auf, geliert stark und schmeckt angenehm.
Die Welt, 11.09.2001
Jetzt schon kocht Schweinekopfsülze, bis sie verspricht, aus eigener Kraft zu gelieren.
Grass, Günter: Die Rättin, Darmstadt: Luchterhand 1986, S. 96
Nach 10 Minuten prüfen, ob die Masse geliert ist, indem Sie einen Teelöffel abschöpfen und auf einer Untertasse abkühlen lassen.
Bild, 08.10.1998
Die charakteristische Eigenschaft der Pektinstoffe ist ihre Neigung, bei Gegenwart von Zucker und Säure zu gelieren.
Langenbeck, Wolfgang: Lehrbuch der Organischen Chemie, Dresden: Steinkopff 1938, S. 289
Zitationshilfe
„gelieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gelieren>, abgerufen am 23.10.2019.

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