Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

geloben

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ge-lo-ben
Wortbildung  mit ›geloben‹ als Erstglied: Gelöbnis  ·  mit ›geloben‹ als Letztglied: angeloben
Mehrwortausdrücke  das Gelobte Land · das gelobte Land

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [gehoben] jmdm. etw. feierlich versprechen, schwören
    1. a) ...
    2. b) ⟨sich etw. geloben⟩ sich etw. ernsthaft, fest vornehmen
  2. 2. [veraltet] ⟨sich jmdm. geloben⟩ sich jmdm. weihen
eWDG

Bedeutungen

1.
gehoben jmdm. etw. feierlich versprechen, schwören
a)
Beispiele:
etw. beim Andenken seiner Mutter geloben
er hat ihr Beistand, Stillschweigen gelobt
er hat seiner Frau ewige Treue gelobt
jmdm. etw. (in die Hand) geloben
biblischdas Gelobte Land (= Kanaan)
b)
sich [Dativ] etw. gelobensich etw. ernsthaft, fest vornehmen
Beispiele:
ich habe mir (im Stillen) gelobt, es nie wieder zu tun
er hat sich gelobt, ein ordentlicher Mensch zu werden, sich zu bessern
2.
veraltet sich jmdm. gelobensich jmdm. weihen
Beispiel:
Petrus Leonis hatte den Sohn Mirjams … dem Dienst der heiligen Kirche gelobt [ le FortPapst50]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

loben · Lob · geloben · Gelöbnis · verloben · Verlöbnis · Verlobung · löblich · belobigen
loben Vb. ‘(vor anderen) anerkennend hervorheben, rühmen’, ahd. lobōn, lobēn ‘anerkennen, rühmen, verherrlichen, preisen’ (8. Jh.), mhd. loben, auch ‘feierlich versprechen, geloben’, asächs. loƀon ‘preisen’, mnd. mnl. lōven, nl. loven, aengl. lofian, anord. lofa, schwed. lova, germ. *lubōn ‘preisen, rühmen’. Weitere Beziehugen sind ungewiß. Lob n. ‘Anerkennung’, ahd. lob (um 800), mhd. lop ‘Preis, Lobpreisung’, asächs. mnd. mnl. nl. aengl. anord. lof, schwed. lov. geloben Vb. ‘feierlich versprechen’, ahd. gilobōn ‘preisen, billigen’ (9. Jh.), mhd. geloben ‘preisen, versprechen’, mnd. gelōven; Gelöbnis n. ‘feierliches Versprechen’ (15. Jh.). verloben Vb. ‘zur Ehe versprechen’, mhd. verloben ‘übermäßig loben, feierlich versprechen, zur Ehe versprechen, geloben, etw. nicht zu tun, aufgeben, verzichten’; Verlöbnis n. ‘Eheversprechen’ (15. Jh.); Verlobung f. ‘Eheversprechen’ (17. Jh.), zuvor allgemein ‘Versprechen, Gelöbnis’ (16. Jh.). löblich Adj. ‘lobenswert’, ahd. lob(a)līh (9. Jh.), mhd. lobelich ‘rühmlich, feierlich, zum Lob gereichend’. belobigen Vb. ‘eine Anerkennung aussprechen, auszeichnen’ (19. Jh.), Weiterbildung zu mhd. nhd. beloben.

Thesaurus

Synonymgruppe
feierlich versprechen · geloben
Synonymgruppe
(die) Hand darauf geben · (jemandem) in die Hand versprechen · (sein) Ehrenwort (darauf) geben · (sein) Wort (darauf) geben · ein Versprechen (ab)geben · fest versprechen · fest zusagen · hoch und heilig versprechen · verheißen  ●  geloben  fig. · tausend Eide schwören  fig. · versprechen  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›geloben‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›geloben‹.

Verwendungsbeispiele für ›geloben‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hatte er dabei nicht gelobt, so tapfer wie seine Mutter zu sein? [Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 13]
Heute hat mich der Chef gelobt, daß der Server noch nicht ein einziges Mal abgestürzt ist. [C't, 1999, Nr. 8]
Das haben wir Gott gelobt, und mit seiner Unterstützung werden wir fortfahren. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1990]]
Ich gelobe dem Kongreß, gemeinsam mit ihm auf dieses Ziel hinzuarbeiten. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1976]]
Er gelobe dem deutschen Volke, niemals etwas zu versprechen, was er nicht halten könne. [Archiv der Gegenwart, 2001 [1937]]
Zitationshilfe
„geloben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/geloben>.

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