geloben

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungge-lo-ben (computergeneriert)
Wortbildung mit ›geloben‹ als Letztglied: ↗angeloben
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
gehoben jmdm. etw. feierlich versprechen, schwören
a)
Beispiele:
etw. beim Andenken seiner Mutter geloben
er hat ihr Beistand, Stillschweigen gelobt
er hat seiner Frau ewige Treue gelobt
jmdm. etw. (in die Hand) geloben
biblisch das Gelobte Land (= Kanaan)
b)
sich [Dativ] etw. gelobensich etw. ernsthaft, fest vornehmen
Beispiele:
ich habe mir (im Stillen) gelobt, es nie wieder zu tun
er hat sich gelobt, ein ordentlicher Mensch zu werden, sich zu bessern
2.
veraltet sich jmdm. gelobensich jmdm. weihen
Beispiel:
Petrus Leonis hatte den Sohn Mirjams ... dem Dienst der heiligen Kirche gelobt [le FortPapst50]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

loben · Lob · geloben · Gelöbnis · verloben · Verlöbnis · Verlobung · löblich · belobigen
loben Vb. ‘(vor anderen) anerkennend hervorheben, rühmen’, ahd. lobōn, lobēn ‘anerkennen, rühmen, verherrlichen, preisen’ (8. Jh.), mhd. loben, auch ‘feierlich versprechen, geloben’, asächs. loƀon ‘preisen’, mnd. mnl. lōven, nl. loven, aengl. lofian, anord. lofa, schwed. lova, germ. *lubōn ‘preisen, rühmen’. Weitere Beziehugen sind ungewiß. Lob n. ‘Anerkennung’, ahd. lob (um 800), mhd. lop ‘Preis, Lobpreisung’, asächs. mnd. mnl. nl. aengl. anord. lof, schwed. lov. geloben Vb. ‘feierlich versprechen’, ahd. gilobōn ‘preisen, billigen’ (9. Jh.), mhd. geloben ‘preisen, versprechen’, mnd. gelōven; Gelöbnis n. ‘feierliches Versprechen’ (15. Jh.). verloben Vb. ‘zur Ehe versprechen’, mhd. verloben ‘übermäßig loben, feierlich versprechen, zur Ehe versprechen, geloben, etw. nicht zu tun, aufgeben, verzichten’; Verlöbnis n. ‘Eheversprechen’ (15. Jh.); Verlobung f. ‘Eheversprechen’ (17. Jh.), zuvor allgemein ‘Versprechen, Gelöbnis’ (16. Jh.). löblich Adj. ‘lobenswert’, ahd. lob(a)līh (9. Jh.), mhd. lobelich ‘rühmlich, feierlich, zum Lob gereichend’. belobigen Vb. ‘eine Anerkennung aussprechen, auszeichnen’ (19. Jh.), Weiterbildung zu mhd. nhd. beloben.

Thesaurus

Synonymgruppe
feierlich versprechen · geloben
Assoziationen
Synonymgruppe
(die) Hand darauf geben · (jemandem) in die Hand versprechen · ↗(sein) Ehrenwort (darauf) geben · ↗(sein) Wort (darauf) geben · ein Versprechen (ab)geben · fest versprechen · fest zusagen · hoch und heilig versprechen · ↗verheißen  ●  geloben  fig. · tausend Eide schwören  fig. · ↗versprechen  Hauptform
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Allah Beschäftigungspolitik Besserung Bundeskanzlerin Fachpresse Feuilleton Gehorsam Himmel Jesus Christus Keuschheit Klee Krisenmanagement Kritiker Mut Rekrut Rezensent Sparanstrengung Stillschweigen Ton Treue US-Präsident bewundern feierlich preisen rühmen schelten schmähen tadeln verreißen weggeloben

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›geloben‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Deshalb hat sich Bush junior gelobt, ein zweites Mal gewählt zu werden.
Süddeutsche Zeitung, 27.04.2001
Das kratzt am Ego eines Machers, der gewohnt war, für seine Erfolge gelobt zu werden.
Der Tagesspiegel, 20.02.2001
Hatte er dabei nicht gelobt, so tapfer wie seine Mutter zu sein?
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 13
Sie hatten keusch in die Ehe zu gehen und strikte Treue zu geloben.
Schwarzer, Alice: Der »kleine Unterschied« und seine großen Folgen, Frankfurt a. M.: Fischer-Taschenbuch-Verl. 1977 [1975], S. 180
Die Welt wird verwandelt und Gottes Name gelobt und verkündigt durch sie.
Schrey, H.-H.: Kirche. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1959], S. 25407
Zitationshilfe
„geloben“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/geloben>, abgerufen am 24.05.2019.

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