gemahnen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungge-mah-nen
Grundformmahnen
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben
1.
etw., jmd. gemahnt (jmdn.) an etw., jmdn.etw., jmd. erinnert (jmdn.) eindringlich an etw., jmdn.
Beispiele:
seine Worte gemahnten (uns) an unser Versprechen, unsere Verpflichtung, Schuld
Gräber gemahnen ans Sterben
diese Gedenktafel soll (alle Vorbeikommenden) an die Opfer des Unglücks gemahnen
ihre Fürsorge gemahnt mich an meine Mutter
eine Vorstellung von etw. wachrufen
Beispiele:
Mit steifen Bewegungen, die nicht im entferntesten an die charmanten Gesten gemahnten, die man sonst an ihm kannte, ließ er sich den Pelzmantel um die Schultern legen [Th. MannBuddenbrooks1,197]
die Kräuter ... betäuben uns fast mit ihrem an Balsam und Pfefferminz gemahnenden Geruch [Kisch1,341]
2.
veraltend jmdn. (an etw.) gemahnenjmdn. mahnen, etw. nicht zu vergessen
Beispiele:
er gemahnte mich an mein Versprechen
ich kam aus Deutschland, mit der sehr merkwürdigen Aufgabe, Franzosen zu gemahnen, wer sie seien [H. MannZeitalter404]

Thesaurus

Synonymgruppe
(...) lässt grüßen · (in jemandem) entstehen lassen (Vorstellungen / Bilder) · (wieder) ins Gedächtnis rufen · Erinnerungen wachrufen · denken lassen an · erinnern an · ↗evozieren · in Erinnerung rufen · zu neuem Leben erwecken (Erinnerungen)  ●  (in jemandem) aufsteigen (Bilder / Erinnerungen) (lit.)  geh. · gemahnen (an)  geh.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Besonnenheit Bundesaußenminister Bundesbankpräsident Bundesinnenminister Bundeskanzlerin Bundespräsident Bundestagspräsident Bundesverteidigungsminister Eile Einhaltung Endlichkeit Geduld Geschlossenheit Habitus Mäßigung Pflicht Ruhe Sachlichkeit Sparsamkeit Tarifpartner UN-Generalsekretär Vergänglichkeit Vorsicht Wachsamkeit Zahler Zurückhaltung daran eher eindringlich fatal

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gemahnen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber er gemahnt auch zur Zurückhaltung, vor allem beim Sex vor der Ehe.
Die Zeit, 01.12.2008, Nr. 48
Immer wieder gemahnt er an das Datum der deutschen Revolution: resigniert, fast zornig.
Süddeutsche Zeitung, 14.02.1995
Und weil die Mama gestern auf dem Maturatreffen gewesen war, hatte den Papa niemand gemahnt.
Nöstlinger, Christine: Gretchen Sackmeier, Hamburg: Oetinger 1988 [1981], S. 12
Nach seinen früheren Erfahrungen wird dies ihn wohl zur doppelten Vorsicht gemahnt haben.
Crevel, Marcus van: Coclico. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1952], S. 14915
Die inquirierenden Minister vor dem Tisch mit den wuchtigsten Leuchtern gemahnten an Priester am Altar.
Klepper, Jochen: Der Vater, Gütersloh: Bertelsmann 1962 [1937], S. 268
Zitationshilfe
„gemahnen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gemahnen>, abgerufen am 17.11.2019.

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