genant

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungge-nant
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

lästig, peinlich
Beispiele:
das ist mir genant
Du weißt, wie genant das war [WeiskopfAbschied v. Frieden1,632]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

genieren · genant · ungeniert
genieren Vb. ‘stören, belästigen’, meist reflexiv ‘sich unsicher fühlen, gehemmt sein, sich schämen’, Entlehnung (18. Jh.) aus gleichbed. frz. (se) gêner, einer Bildung zu frz. gêne ‘Zwang, Beklemmung, Verlegenheit’, afrz. gehine ‘das durch Folter erlangte Geständnis, Folter’, das von afrz. gehir, jehir ‘gestehen, bekennen’ abgeleitet ist. Voraus geht wahrscheinlich anfrk. *jahhjan, *jehhjan, ein Intensivum zu dem in ahd. jehan (8. Jh.), asächs. gehan ‘sagen, gestehen, bekennen’ erhaltenen Verb (s. ↗Beichte). genant Adj. ‘peinlich, lästig’ (19. Jh.) nach gleichbed. frz. gênant, dem Part. Präs. zu frz. gêner. ungeniert Part.adj. ‘ungezwungen, ungehemmt’ (18. Jh.), zu heute seltenem geniert ‘gezwungen, verlegen’.

Thesaurus

Synonymgruppe
prüde · ↗schamhaft · ↗spröde · ↗verschämt · wie eine Jungfrau · ↗zimperlich  ●  genant  geh.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Heute klingt das Stück wahrscheinlich selbst den Ohren der PDS genant.
Die Welt, 01.11.1999
Die Malereistudentin an der Hochschule der Künste könnte es sich auch gar nicht leisten, genant zu sein.
Der Tagesspiegel, 12.02.1999
Er war immer so genant.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 979
Zitationshilfe
„genant“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/genant>, abgerufen am 18.07.2019.

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