genehm

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungge-nehm
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben willkommen, angenehm
Beispiele:
eine genehme Zeit
jmd., etw. ist mir genehm, ist mir genehmer als jmd., etw. anderes
eine solche Entscheidung war ihm nicht genehm
Die Beschäftigung mit den Angelegenheiten der Messe ... war ihm unter allen dienstlichen Obliegenheiten die einzig genehme [J. RothRadetzkymarsch81]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

genehm · genehmigen · Genehmigung
genehm Adj. ‘angenehm, willkommen’. Zu ahd. nāmi (9. Jh.), Verbaladj. zu dem unter ↗nehmen (s. d.) angeführten Verb, also eigentlich ‘was zu nehmen ist, annehmbar’, tritt präfigiertes ahd. gināmi (Hs. 12. Jh.), mhd. genæme, (md.) genēme (s. auch ↗angenehm). genehmigen Vb. ‘erlauben, bewilligen’ (18. Jh.), für älteres (für) genehm halten; vielleicht amtssprachliche Verdeutschung von frz. agréer. Genehmigung f. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) genehm · ↗(jemandem) passen · ↗(jemandem) recht · ↗(jemandem) zusagen · gelegen kommen · ↗kommod · ↗passend  ●  ↗gefällig (sein)  geh. · ↗konvenieren  geh.
Assoziationen
  • (jemandem) gerade recht kommen · (jemandem) gut in den Kram passen
  • (jemandem) entgegenkommen · ↗(jemandem) zusagen · (jemandes) Erwartungen entsprechen · in jemandes Sinne liegen  ●  auf jemandes Linie liegen  fig. · (das) sein, was jemand (haben) will  ugs. · ↗(gut) passen  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Berichterstattung Bewerber Bähnchen Ergebnis Erwerber Formulierung Herrschaft Journalist Kandidat Kommentar Käufer Leutchen Meinung Nachfolger Person Persönlichkeit Politiker Regime Resultat Richter Richtung Termin Zeitpunkt durchaus genehm jeweils keineswegs nicht politisch unangenehm

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›genehm‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manchem Trainer käme die Verkleinerung der Liga aber ganz genehm.
Süddeutsche Zeitung, 13.03.2002
Stattdessen umgab sie sich mit einem sehr kleinen Zirkel an politisch genehmen Fachleuten.
Die Welt, 10.05.2000
Vielleicht war die Tendenz meiner Serie in der »Welt« nicht genehm?
Reich-Ranicki, Marcel: Mein Leben, Stuttgart: Deutsche Verlags-Anstalt 1999, S. 429
Es wäre dem Gerichtshof genehm, wenn das gesamte Beweismaterial zu Beginn der Verhandlung vorgelegt würde.
o. A.: Einhundertsechsundachtzigster Tag. Donnerstag, 25. Juli 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 18299
Olivers Gewand ist also genehm, nun wartet sein Benehmen auf Beurteilung.
Goldt, Max: Wie man zu siebt eine Straße bergauf geht. In: ders., Schließ einfach die Augen und stell dir vor, ich wäre Heinz Kluncker, Zürich: Haffmans 1994, S. 0
Zitationshilfe
„genehm“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/genehm>, abgerufen am 19.05.2019.

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