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generativ

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ge-ne-ra-tiv
Wortbildung  mit ›generativ‹ als Erstglied: Generativist  ·  mit ›generativ‹ als Letztglied: intergenerativ
Duden, GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
Biologie die Zeugung, geschlechtliche Fortpflanzung betreffend
2.
Sprachwissenschaft die Erzeugung von Sätzen betreffend
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

generieren · Generation · Generator · generativ · degenerieren · Degeneration · regenerieren · Regeneration · regenerativ
generieren Vb. ‘erzeugen, produzieren’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. generāre ‘(er)zeugen, erschaffen, hervorbringen’, abgeleitet von lat. genus (Genitiv generis) ‘Abstammung, Geschlecht, Familie’ (s. Genus). Generation f. ‘Menschenalter, Gesamtheit der Menschen einer Altersstufe’, entlehnt (ebenfalls 16. Jh.) aus lat. generātio (Genitiv generātiōnis) ‘Zeugung, Zeugungskraft’, spätlat. (in der Vulgata) ‘Nachkommenschaft’, einer Substantivbildung zu lat. generāre (s. oben). Generator m. ‘Dampf, Gas oder Elektrizität erzeugende Maschine’, Übernahme (19. Jh.) von lat. generātor ‘Erzeuger, Erschaffer’ in die Fachsprache der Technik, einer Substantivbildung zu lat. generāre. generativ Adj. ‘die Zeugung, die Fortpflanzung betreffend’ (18. Jh.), in der Sprachwissenschaft (über amerik.-engl. generative) ‘die Erzeugung und das Verstehen sprachlicher Äußerungen betreffend’ (20. Jh.), gelehrte Bildung zu lat. generātus, dem Part. Perf. von lat. generāre (s. oben); Generative Grammatik Regelwerk über die Fähigkeit des Sprechers, Sätze zu bilden und zu verstehen. degenerieren Vb. ‘verfallen, sich zurückbilden, entarten’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. dēgenerāre ‘aus der Art schlagen, ausarten, entarten’. Zunächst allgemein ‘sich verschlechtern’, seit dem 18. Jh. vornehmlich in biologischem (‘sich zurückbilden, verkümmern’) und medizinischem (‘sich krankhaft verändern’) Sinne. Degeneration f. ‘Entartung, Rückbildung, krankhafte Strukturveränderung’ (17. Jh.), Entlehnung von gleichbed. mlat. degeneratio (Genitiv degenerationis). regenerieren Vb. ‘wiederherstellen, auffrischen, erneuern, wieder wirksam machen’, entlehnt (16. Jh.) aus lat. regenerāre ‘wieder erzeugen, von neuem hervorbringen’; zu lat. generāre (s. oben und re-, s. d.). Regeneration f. ‘Wiederherstellung, Erneuerung, Rückgewinnung’, Entlehnung (18. Jh.) von gleichbed. frz. régénération (14. Jh.) oder unmittelbar zu lat. regenerāre neu gebildet in Anlehnung an spätlat. regenerātio (Genitiv regenerātiōnis) ‘Wiedergeburt’. regenerativ Adj. ‘durch Wiedergewinnung, durch Erneuerung entstehend oder entstanden’ (19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›generativ‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›generativ‹.

Verwendungsbeispiele für ›generativ‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auch der generative Kern, welcher nach Ausbildung der somatischen Kerne übrigbleibt, teilt sich noch einmal. [Grell, Karl G.: Protozoologie, Berlin u. a.: Springer 1956, S. 376]
Die generative Logik des Computers, sagt er, ähnele der Logik der bilderlosen Evolution. [Die Zeit, 23.07.2001, Nr. 30]
Dies ist wesentlich leichter, als das generative Verhalten politisch zu beeinflussen. [Die Zeit, 15.01.1979, Nr. 03]
Wir sehen aber auch, wie labil das generative Verhalten ist. [Die Zeit, 17.02.1964, Nr. 07]
Die Entwicklung nach dem Jahr 2000 läßt sich aber kaum vorhersagen, weil sich das künftige generative Verhalten der Deutschen noch ändern kann. [Die Zeit, 15.01.1979, Nr. 03]
Zitationshilfe
„generativ“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/generativ>.

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