genießbar

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungge-nieß-bar (computergeneriert)
Wortzerlegunggenießen-bar
Wortbildung mit ›genießbar‹ als Erstglied: ↗Genießbarkeit  ·  mit ›genießbar‹ als Letztglied: ↗ungenießbar
eWDG, 1967

Bedeutung

entsprechend der Bedeutung von genießen (Lesart 1)
Beispiele:
das versalzene Essen, der saure Wein ist nicht genießbar
der Pilz ist genießbar (= eßbar)
übertragen
Beispiel:
umgangssprachlich dieser Mensch ist heute nicht genießbar (= nicht zu ertragen)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

genießen · Nießbrauch · Nießnutz · genießbar · Genießer · genießerisch
genießen Vb. ‘Freude, Wohlbehagen bei etw. finden, etw. erhalten, zur Verfügung haben, Speisen und Getränke zu sich nehmen’, ahd. nioʒan (8. Jh.), ginioʒan (9. Jh.), mhd. (ge)nieʒen, asächs. niotan, mnd. genēten, nl. genieten, aengl. nēotan, anord. njōta, schwed. njuta ‘benutzen, genießen’ sowie got. niutan ‘erreichen, erlangen’, ganiutan ‘ergreifen, fangen’ (vgl. got. nuta ‘Fischer’, eigentlich ‘Fänger’) führen auf germ. *neutan, zu ie. *neud- ‘Erstrebtes ergreifen, in Nutzung nehmen’ (wozu auch ↗Genosse, ↗Nutzen, s. d.). Nießbrauch m. ‘Recht auf Nutzung fremden Eigentums’ (17. Jh.), mit mhd. nieʒ, frühnhd. Nieß ‘Benutzung, Nutznießung, Genuß’ (Deverbativum zu mhd. nieʒen, s. oben; daneben Genieß, s. ↗Genuß) gebildete Übersetzung des Rechtsterminus lat. ūsus frūctus; jünger in gleichem Sinne Nießnutz m. (19. Jh.). genießbar Adj. ‘eßbar, bekömmlich’ (17. Jh.; anfangs auch ‘nützlich, vorteilhaft’ wie das ältere genießlich, 16. Jh., s. ↗genüßlich). Genießer m. ‘wer zu genießen versteht’, mhd. genieʒer; dazu genießerisch Adj. ‘nach Art eines Genießers, mit Genuß’ (30er Jahre 20. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
essbar · genießbar · verzehrbar · zum Verzehr geeignet
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Essen Fisch Fleisch Frucht Lebensmittel Milch Pilz Protein Speis Speise Suppe Trinkwasser Wasser Wein durchaus einigermaßen erst giftig halbwegs kaum noch verständlich überhaupt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›genießbar‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Haltbar, hoher Nährwert, immer genießbar, passt zu fast allen Getränken.
Die Zeit, 04.08.2004, Nr. 32
Über Jahre hinweg war ich, wenn ich wusste, dass ich eine große Geschichte schreiben müsse, Tage lang nicht genießbar.
Der Tagesspiegel, 17.11.2002
Es verbrannte stellenweise, aber im Großen und Ganzen war es genießbar.
Rosendorfer, Herbert: Großes Solo für Anton, Zürich: Diogenes 2000 [1976], S. 250
Die alten Kartoffeln sind jetzt beim besten Willen nicht mehr genießbar.
Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1942. In: ders., Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 1999 [1942], S. 213
Endlich haben sie diesen schmerzhaften Sachverhalt theatralisch und damit genießbar gemacht.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 141
Zitationshilfe
„genießbar“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/genießbar>, abgerufen am 20.10.2019.

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