genierlich

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungge-nier-lich
HerkunftFranzösisch
eWDG, 1967

Bedeutung

lästig, peinlich
Beispiele:
die Sache ist mir genierlich
»Wenn's auch genierlich ist, davon zu reden: aber du hast mir das Leben gerettet« [DürrenmattRichter58]

Thesaurus

Synonymgruppe
betreten · genierlich · in Verlegenheit · peinlich berührt · ↗verschämt  ●  ↗gschamig  süddt. · ↗verlegen  Hauptform
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und auch des Kanzlers eigene Partei fand diesen Begriff eher genierlich.
Die Zeit, 08.07.1983, Nr. 28
W. Jens weiß sich nicht nur durch das genierliche Gehabe eines Politikers in seiner moralischen Integrität geschmeichelt.
o. A.: HAMBURG RUFT JENS. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1980]
Es sei doch eine "genierliche Sache", wenn er im Jenseits "mit einer rechts und einer links" antreten müsse.
Süddeutsche Zeitung, 22.08.1998
Dies war entschieden eine hochverdienstliche Tat, der die Anerkennung zu versagen eigentlich als genierlich empfunden werden sollte.
Die Zeit, 21.12.1990, Nr. 52
Wenn nun ein Schüler so lange unten sitzen bleibt, daß ihm die Jacke genierlich wird, darf er sich Schöße daransetzen lassen.
Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von: Erinnerungen 1848-1914. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1928], S. 3302
Zitationshilfe
„genierlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/genierlich>, abgerufen am 08.12.2019.

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