genuin

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungge-nu-in (computergeneriert)
HerkunftLatein
eWDG, 1967

Bedeutung

gehoben angeboren, echt, natürlich
Beispiele:
bei diesem Dichter liegt eine genuine erzählerische Begabung vor
eine genuine geistige Auseinandersetzung
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

genuin Adj. ‘ursprünglich, natürlich’, (medizin.) ‘angeboren, erblich’, Entlehnung (18. Jh.) von lat. genuīnus ‘angeboren, natürlich’; dies zu lat. gignere (genitum) ‘(er)zeugen, gebären, hervorbringen’ unter Einfluß von lat. ingenuus ‘eingeboren, heimisch’.

Thesaurus

Synonymgruppe
authentisch · ↗echt · genuin · ↗gestanden · ↗original · ↗originär · ↗unverfälscht · ↗unverändert · ↗ursprünglich
Assoziationen
Medizin
Synonymgruppe
angeboren · geerbt (von) · genetisch bedingt · genetisch verursacht · vererbt  ●  genuin  fachspr. · ↗kongenital  fachspr.
Assoziationen
Medizin
Synonymgruppe
erblich · ↗genetisch · ↗vererbbar  ●  genuin  fachspr. · ↗hereditär  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anliegen Aufgabe Ausdruck Bestandteil Erzähler Gegenstand Genre Kunstform Kunstwerk Talent bürgerlich charismatisch christlich erzählerisch faschistisch filmisch kapitalistisch konservativ künstlerisch literarisch musikalisch philosophisch poetisch religiös romantisch römisch sozialdemokratisch theologisch weiblich ästhetisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›genuin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die so künstlich geschaffenen Orte entfalten also eine öffentliche Wirkung, sie sind aber keine genuin öffentlichen Orte.
Der Tagesspiegel, 05.04.2002
Sie muß ein genuines Interesse daran haben, jede Aufklärung zu befördern.
Die Welt, 26.11.1999
Von einer genuin mykenischen Kunst können wir nur mit Einschränkungen sprechen.
Schachermeyr, Fritz: Ursprung und Hintergrund der griechischen Geschichte. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 24693
In dieser Imagination nämlich befreie sich die Kunst von den diversen Forderungen, tugendhaft zu sein; erst im Bösen sei die Imagination »unbeschränkt«, also genuin künstlerisch.
Schuh, Franz: Schreibkräfte, Köln: DuMont 2000, S. 240
Anfangs war es nicht leicht, für diese neue Besetzung einen genuinen Stil zu finden.
Burkhardt, Werner: Jazz. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1957], S. 39787
Zitationshilfe
„genuin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/genuin>, abgerufen am 24.05.2019.

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