Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

geologisch

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Aussprache  [geoˈloːgɪʃ]
Worttrennung geo-lo-gisch
Wortzerlegung Geologie -isch
Wortbildung  mit ›geologisch‹ als Letztglied: hydrogeologisch
eWDG und ZDL

Bedeutungen

1.
auf die Geologie bezogen
Kollokationen:
als Adjektivattribut: eine geologische Erkundung, Erkundungsarbeit
Beispiele:
eine geologische Expedition, Karte, VorlesungWDG
Dass das weltweite Feuerwerk aus diesen Blitzen tatsächlich zu einem großflächigen Abbrennen von Wäldern geführt hat, begründen die Wissenschaftler ebenfalls mit geologischen Forschungsergebnissen. [Die Welt, 03.06.2019]
Das Haus beherbergte eine geologische, botanische, paläontologische und archäologische Sammlung. [Süddeutsche Zeitung, 04.09.2018]
Die geologische Betrachtung der Heimat wird deshalb den Hauptinhalt der Mineralkunde ausmachen. [Jahrbuch des Vereins für wissenschaftliche Pädagogik, 1900, Bd. 32]
2.
auf Aufbau und zeitliche Veränderung der Erde (5), besonders der Erdkruste und des Erdmantels, bezogen
Kollokationen:
als Adjektivattribut: eine geologische Formation, Besonderheit, Gegebenheit, Zeitskala
in Koordination: geologisch und klimatisch, botanisch, hydrologisch, meteorologisch, zoologisch
Beispiele:
das geologische ZeitalterWDG
das geologische Alter der Alpen, Mittelgebirge, des GesteinsWDG
Das Achterhoek ist geologisch gesehen ein Mosaik, alle paar Meter wechselt das Gestein. [Welt am Sonntag, 08.09.2019, Nr. 36]
Bereits auf dem Atlantik, auf der Reise nach Amerika mit der »Pizarro«, zeichnet Humboldt eine Karte der Kanaren mit ihren Vulkanen, geologischen Profilen und Temperaturen. [Die Welt, 30.07.2019]
Überblick über den geologischen Aufbau einer Gegend zu gewinnen, bereitet selbst dem Fachmanne Schwierigkeiten, wenn ihm nicht Karten und Profile zu Gebote stehen. [Jahrbuch des Vereins für wissenschaftliche Pädagogik, 1900, Bd. 32]

letzte Änderung:

Zum Originalartikel des WDG gelangen Sie hier.

Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Geologie · Geologe · geologisch
Geologie f. ‘Wissenschaft von der Entwicklung der Erde und dem Aufbau der Erdkruste’. Die aus griech. Elementen (s. geo- und -logie) gebildete, seit dem 17. Jh. (zunächst überhaupt für ‘wissenschaftliche Beschäftigung mit der Erde’) international gebräuchliche Zusammensetzung nlat. geologia (voraus geht vereinzeltes mlat. geologia ‘Wissen von den irdischen Dingen’, 14. Jh.) wird im 18. Jh. ins Dt. übernommen. Geologie als ‘Wissenschaft von der Entwicklung der Erde’ steht dabei anfangs meist neben Geognosie ‘Wissenschaft vom Aufbau der Erdkruste’; vgl. griech. gnṓsis (γνῶσις) ‘Erkenntnis, Bekanntsein’. Von beiden Bezeichnungen, die im 19. Jh. häufig synonym verwendet werden, setzt sich schließlich Geologie als umfassende Benennung für den gesamten Wissenszweig durch. – Geologe m. ‘Fachmann auf dem Gebiet der Geologie’ (älter auch Geolog, zum zweiten Glied s. -loge); geologisch Adj. (beide Anfang 19. Jh.).

Typische Verbindungen zu ›geologisch‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›geologisch‹.

Zitationshilfe
„geologisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/geologisch>.

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