geschwellt

Grammatikpartizipiales Adjektiv
Worttrennungge-schwellt (computergeneriert)
Grundformschwellen2
Wortbildung mit ›geschwellt‹ als Letztglied: ↗hochgeschwellt · ↗hoffnungsgeschwellt · ↗stolzgeschwellt · ↗zorngeschwellt
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

schwellen1 · schwellen2 · geschwollen · geschwellt · Schwall
schwellen1 Vb. ‘sich aufblähen, ausdehnen, dicker werden’. Das starke Verb (germ. *swellan) ahd. swellan (8. Jh.), mhd. swellen ‘(an)schwellen’, asächs. swellan, mnd. swellen, swillen, mnl. swellen, nl. zwellen, afries. swella, aengl. swellan, engl. to swell, anord. svella, schwed. svälla (vgl. auch got. ufswalleins f. ‘Aufgeblasenheit’) und das abgeleitete, schwach flektierende Kausativum (germ. *swallijan) schwellen2 Vb. ‘aufgebläht, ausgedehnt, dicker machen’, ahd. biswellen ‘stauen, verstopfen’ (9. Jh.), mhd. swellen ‘stauen, hemmen’, mnl. swellen, anord. svella ‘vermehren’ gehören (mit ↗Schwulst und ↗Schwiele, s. d.) zu einer isolierten Wortgruppe ohne außergerm. Anschlußmöglichkeiten. Die Form des starken Präteritums lautet ursprünglich schwall, erst im 18. Jh. (z. B. bei Adelung) setzt sich schwoll durch. geschwollen Part.adj. (zum starken Verb ↗schwellen) ‘aufgeblasen, hochmütig’ (16. Jh.). geschwellt Part.adj. (zum schwachen Verb ↗schwellen) ‘angefüllt’, von Stolz die Brust geschwellt (19. Jh.). Schwall m. ‘große Menge, Woge, Guß’, mhd. swal ‘angeschwollene Masse’.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brust Segel stolz

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›geschwellt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Auf das überlegte Wollen folgen die animalischen Bewegungen der vom Blut geschwellten Organe.
Süddeutsche Zeitung, 29.09.1994
Da muss man doch ins nächste Spiel mit geschwellter Brust gehen.
Bild, 19.09.2000
Der Saal hob sich wie eine einzige geschwellte Brust der Begeisterung von den Plätzen.
Koeppen, Wolfgang: Tauben im Gras. In: ders., Drei Romane, Frankfurt a. M.: Suhrkamp 1972 [1951], S. 178
Die edlen Brüste und der mehr als schön geschwellte Unterleib sind heil.
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 263
Hochauf geschwellt wie ein Gießbach rauschte die sonst so bescheiden flüsternde Radau durch das Städtchen.
Braun, Lily: Memoiren einer Sozialistin. In: Lehmstedt, Mark (Hg.) Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1909], S. 5162
Zitationshilfe
„geschwellt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/geschwellt>, abgerufen am 17.11.2019.

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