gesetzlich

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung ge-setz-lich
Wortbildung  mit ›gesetzlich‹ als Erstglied: ↗Gesetzlichkeit  ·  mit ›gesetzlich‹ als Letztglied: ↗außergesetzlich · ↗einfachgesetzlich · ↗spezialgesetzlich · ↗widergesetzlich · ↗übergesetzlich
eWDG

Bedeutung

im Gesetz, durch das Gesetz festgelegt, rechtlich
Beispiele:
die gesetzlichen Bestimmungen, Regelungen
etw. entspricht den gesetzlichen Vorschriften
die Einhaltung der gesetzlichen Arbeitszeit
ein gesetzlicher Feiertag
seiner gesetzlichen Unterhaltspflicht nachkommen
keine gesetzliche Handhabe gegen jmdn. haben
etw. ist gesetzlich vorgeschrieben
eine Erfindung ist gesetzlich geschützt (= Kennzeichnung von Erzeugnissen, für die ein Patent erteilt wurde)
dem Gesetz entsprechend
Beispiele:
auf gesetzlichem Wege vorgehen
Juraein gesetzlicher Vertreter (= Person, die zur Vertretung einer anderen Person berufen ist)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gesetz · gesetzlich · Gesetzbuch · Gesetzgeber · gesetzwidrig
Gesetz n. ‘Rechtsvorschrift, Richtschnur’. Das nur dem Dt. eigene Wort mhd. gesetze, frühnhd. auch gesatz (15./16. Jh.) ist Verbalabstraktum zu mhd. setzen ‘bestimmen, festsetzen, einrichten’ (s. ↗setzen) oder Kollektivbildung zu dem unter ↗Satz (s. d.) behandelten Substantiv und bedeutet eigentlich ‘das Festgesetzte’. Es verdrängt ahd. gisezzida (8. Jh.), mhd. gesetzede sowie die alte westgerm. Bezeichnung für ‘Gesetz, Recht’ (s. ↗Ehe). Vgl. ungeschriebenes Gesetz ‘durch Herkommen entstandene Regel, Gewohnheit’ (18. Jh.), nach griech. ágraphos nómos (ἄγραφος νόμος) ‘nicht aufgeschriebenes, natürliches Gesetz’. gesetzlich Adj. (15. Jh.). Gesetzbuch n. Gesetzgeber m. (14. Jh.). gesetzwidrig Adj. (18. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
berechtigt · dem Recht entsprechend · erlaubt · ↗gesetzeskonform · gesetzlich · ↗legal · ↗legitim · nach Recht und Gesetz · nach dem Gesetz · ↗rechtens · rechtlich einwandfrei · ↗rechtmäßig · ↗statthaft · zugelassen · ↗zulässig  ●  rechtssicher  fachspr.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›gesetzlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gesetzlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›gesetzlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Falls sich dann nichts geändert habe, müsse man aber über eine gesetzliche Regelung nachdenken.
Süddeutsche Zeitung, 25.06.2004
Für den zivilen Einsatz fehlt bisher allerdings der gesetzliche Rahmen.
Der Tagesspiegel, 09.05.2004
Sie sind nicht mehr gesetzlich unterprivilegiert, wohl aber de facto.
o. A. [sae.]: Aborigines. In: Aktuelles Lexikon 1974-2000, München: DIZ 2000 [1981]
Das christliche Leben bekam dadurch einen ebenso stark gesetzlichen wie volkstümlichen Zug.
Vicedom, G. F.: Südsee. In: Die Religion in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1962], S. 32909
Ich muß hinzufügen, daß die Deutschen behaupteten, die Vernichtung der Juden sei gesetzlich.
o. A.: Neunundsechzigster Tag. Mittwoch, 27. Februar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 2805
Zitationshilfe
„gesetzlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gesetzlich>, abgerufen am 25.02.2021.

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