gesundbeten

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung ge-sund-be-ten
Wortbildung  mit ›gesundbeten‹ als Erstglied: ↗Gesundbeter · ↗Gesundbeterei
eWDG, 1967

Bedeutung

abwertend jmdn. angeblich durch Gebete, Sprüche wieder gesund machen
Beispiel:
das ermattende Herz, die verkalkten Gefäße wollen sich nicht gesundbeten lassen [ St. ZweigHeilung203]

Thesaurus

Synonymgruppe
(Warzen o.ä.) besprechen  ●  gesundbeten  auch figurativ
Assoziationen
  • ...flüsterer  ugs., ironisch · ...versteher  ugs., ironisch

Verwendungsbeispiele für ›gesundbeten‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir wollen die anderen nicht gesundbeten, uns aber auch nicht ineinander verkrampfen.
Archiv der Gegenwart, 2001 [1984]
Wir sollten offen darüber reden, aber nichts gesundbeten, relativieren oder mit hehren Prinzipien rhetorisch zudecken.
Süddeutsche Zeitung, 17.10.2000
Solange man mit der Bundesregierung hofft, die Konjunktur „gesundbeten“ zu können, wird eisern geschwiegen.
Die Zeit, 19.01.1981, Nr. 03
Obwohl uns die Philosophen seit Jahrtausenden mit der Idee des „Glücks“ oder der „Wahrheit“ gesundbeten wollen.
Die Zeit, 21.12.1984, Nr. 52
Ließen sich dann tatsächlich so unbedingt wirksame Methoden wie Pendeln, Astromedizin oder Bach-Blüten-Therapie rechtskräftig vor den Kassen gesundbeten?
Süddeutsche Zeitung, 09.06.1997
Zitationshilfe
„gesundbeten“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gesundbeten>, abgerufen am 01.12.2020.

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