Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

gewitterschwül

Grammatik Adjektiv
Worttrennung ge-wit-ter-schwül
Wortzerlegung Gewitter schwül
eWDG

Bedeutung

so schwül, dass ein Gewitter zu erwarten ist
Beispiel:
eine gewitterschwüle Atmosphäre, Luft
bildlich
Beispiel:
es herrschte eine gewitterschwüle Stimmung

Verwendungsbeispiele für ›gewitterschwül‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Mehrere Arbeiten führen uns in die gewitterschwüle Zeit vor dem Dreißigjährigen Kriege. [Jahresberichte für deutsche Geschichte, 1930, S. 180]
In der gewitterschwülen Atmosphäre des Umbruchs wurden die vom Schicksal und der eigenen Geschicklichkeit wundersam emporgeschleuderten Hochstapler vom Schlage eines Cagliostro zu mythischen Figuren. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 233]
In das Gespräch hinein scholl plötzlich Glockengeläut wie die schaurig ahnungsvolle Stimme des gewitterschwülen Sommernachmittags. [Huch, Ricarda: Der Dreißigjährige Krieg, Wiesbaden: Insel-Verl. 1958 [1914], S. 755]
Mit Standing ovations dankte am Schluß des gewitterschwülen Abends das Auditorium Giuseppe Sinopoli und der wie verjüngt wirkenden Sächsischen Staatskapelle für ein ungewöhnliches Konzert. [Die Welt, 21.07.1999]
Lisa versank wieder in aufmerksames Zuschauen, und über die beiden kam plötzlich ein gewitterschwüler Übermut. [Reventlow, Franziska Gräfin zu: Ellen Olestjerne. In: Deutsche Literatur von Frauen, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1903], S. 6087]
Zitationshilfe
„gewitterschwül“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gewitterschw%C3%BCl>.

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