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gewohnheitsrechtlich

Grammatik Adjektiv · ohne Steigerung
Worttrennung ge-wohn-heits-recht-lich
Wortzerlegung Gewohnheitsrecht -lich
DWDS-Vollartikel

Bedeutung

Recht auf dem Gewohnheitsrecht (nicht auf dem durch Gesetzgebung entstandenen) beruhend
Beispiele:
Gewohnheitsrechtlich sei festgelegt, daß zur Amtstracht eines Anwalts Hemd und Krawatte gehörten, entschied der 2. Strafsenat des Oberlandesgerichts. [Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.07.2006]
Der bis dahin gewohnheitsrechtliche Grundsatz, zivile Ziele seien im Krieg zu schonen, galt nicht mehr. [Der Tagesspiegel, 23.11.2002]
Die Konvention faßt das gesamte geschriebene und gewohnheitsrechtliche Seerecht zusammen. [Süddeutsche Zeitung, 30.07.1994]
Seitdem betrachten die Gerichte ein »maßvolles« Züchtigungsrecht der Eltern als gewohnheitsrechtlich verankert. [Die Zeit, 15.07.1977]
Unter dem Drucke der Verhältnisse haben sich die Dinge so entwickelt, daß gewohnheitsrechtlich ein Verfügungsrecht des Einzelnen an dem von ihm genutzten Grund und Boden durch die Stammesgenossen stillschweigend anerkannt wurde[…]. [Vossische Zeitung (Morgen-Ausgabe), 03.03.1914]

letzte Änderung:

Typische Verbindungen zu ›gewohnheitsrechtlich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gewohnheitsrechtlich‹.

Zitationshilfe
„gewohnheitsrechtlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gewohnheitsrechtlich>.

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