gipfeln

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunggip-feln (computergeneriert)
eWDG, 1967

Bedeutungen

1.
Beispiele:
das Gebirge gipfelt (= erreicht seinen höchsten Punkt) im Berg N
schließlich gipfelt das Vogtland ... im 751 Meter hohen Kapellenberg [Natur u. Heimat1962]
2.
etw. gipfelt in etw.etw. erreicht seinen Höhepunkt in etw.
Beispiele:
seine Bemerkungen gipfelten in der Feststellung ...
die Diskussion mit der Presse gipfelte in der Frage ...
keine Abendgesellschaft, die nicht zum Schluß darin gipfelte, daß er ... die Duse nachmachte [KolbSchaukel30]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gipfel · gipfeln · Gipfelkonferenz
Gipfel m. ‘höchste Spitze des Berges, Baumes, Höhepunkt’. Man hat gipfel (1. Hälfte 15. Jh.) als entrundete Form von gleichbed. güpfel und damit als Deminutivum zu mhd. gupf(e) ‘höchste Spitze’, vielleicht verwandt mit ↗Kuppe (s. d.), aufgefaßt. Dagegen macht ¹DWB 4, 1, 4, 7523 geltend, daß vor Affrikata vielmehr eine Tendenz zur Rundung bestehe, also eher Güpfel auf Gipfel zurückgeführt werden müsse und dieses an nhd. (vor allem mundartlich bezeugtes) gleichbed. Gipf(e) anzuschließen sei. Die weitere Herkunft ist nicht geklärt. gipfeln Vb. ‘eine Spitze bilden, seinen Höhepunkt erreichen’ (vereinzelt seit dem 16. Jh., häufig seit dem 19. Jh.). Gipfelkonferenz f. ‘Konferenz führender Staatsmänner’ (Mitte 20. Jh.), Übersetzung von engl. summit conference.

Thesaurus

Synonymgruppe
den Höhepunkt erreichen · gipfeln · ↗kulminieren · zum Höhepunkt kommen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschuldigung Apotheose Aufforderung Aufruf Ausführung Ausruf Ausspruch Behauptung Bemerkung Beschimpfung Diktum Erstürmung Feststellung Forderung Geschmacklosigkeit Mahnung Morddrohung Plädoyer Pogrom Rauswurf Rücktrittsforderung Satz Schlußsatz These Tirade Unverfrorenheit Unverschämtheit Vorwurf darin schließlich

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gipfeln‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die von Roy angestoßene Reorganisation gipfelt in einer anderen Lösung.
Süddeutsche Zeitung, 18.05.2001
Der gipfelt darin, daß der Dichter wegen der leidigen Touristen eh nicht mehr dort wohnen kann.
Die Zeit, 22.04.1988, Nr. 17
Sie gipfelte in einem »Chaos statt Musik« überschriebenen Artikel in der Prawda vom 28.
Fath, Rolf: Werke - L. In: Reclams Opernlexikon, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1998], S. 9330
Mir hielt der Richter eine lange Rede, die darin gipfelte, daß ich zu jung wäre, um solche Orte aufzusuchen.
Löhndorff, Ernst Friedrich: Südwest-Nordost, Bremen: Schünemann 1936 [1936], S. 60
Der Zweck der Bodenbearbeitung gipfelt darin, der Pflanze die zu ihrem freudigen Gedeihen notwendigen Lebensbedingungen zu verschaffen.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 28
Zitationshilfe
„gipfeln“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gipfeln>, abgerufen am 14.10.2019.

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