gipsen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunggip-sen (computergeneriert)
Wortbildung mit ›gipsen‹ als Letztglied: ↗angipsen · ↗ausgipsen · ↗eingipsen · ↗zugipsen · ↗übergipsen
 ·  mit ›gipsen‹ als Grundform: ↗vergipsen
Duden GWDS, 1999

Bedeutungen

1.
mit Gips bearbeiten, ausbessern, reparieren, überziehen
2.
Wein mit Gips versetzen, um den Gesamtsäuregrad zu erhalten u. Farbe u. Klarheit zu verbessern
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Gips · gipsen · Gipser · Gipsarbeiter · gipsern · Gipsverband
Gips m. mehlartige Substanz aus schwefelsaurem Kalk, die nach Aufnahme von Wasser schnell erhärtet. Wie ↗Kalk, ↗Mörtel, ↗Zement, ↗Ziegel (s. d.) kommt auch Gips dem Wort und der Sache nach von den Römern. Ahd. (11. Jh.), mhd. gips n. ist aus lat. gypsum n. und dieses aus griech. gýpsos (γύψος) f. ‘Gips, Zement’ entlehnt, das selbst semit. Ursprungs ist. Im 18. Jh. setzt sich mask. Geschlecht nach dem Vorbild vergleichbarer Materialbezeichnungen wie Kalk und Sand durch. gipsen Vb. ‘mit Gips arbeiten, vermischen’, spätmhd. gipsen ‘mit Gips überziehen’. Gipser m. als Berufsbezeichnung für ‘Tüncher’ schon seit dem 13. Jh. belegt, später ‘wer aus Gips Gegenstände formt oder gießt, Gipsgießer’ (17. Jh.), heute noch südd. für ‘Stukkateur’, sonst dafür Gipsarbeiter m. (17. Jh.). gipsern Adj. ‘aus Gips bestehend’ (17. Jh.), älter gipsen Adj., ahd. gipsīn (Hs. 12. Jh.). Gipsverband m. (2. Hälfte 19. Jh.).

Typische Verbindungen
computergeneriert

eingipsen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gipsen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir können den Bruch nicht gipsen, sondern er muss liegen - mindestens zwei Wochen.
Bild, 14.06.2001
Noch bis Freitag wird jeden Nachmittag von 14.30 bis 18 Uhr geklebt und gemalt, geschnitzt und gegipst.
Süddeutsche Zeitung, 19.07.2001
Männerhände gipsen anschaulich kreisend ein aufreizend blondes und bloßes Modell.
Die Zeit, 01.10.1993, Nr. 40
Der Klee selbst kann aber im Frühjahr durch Aufstreuen auf das Blatt gegipst werden.
Schlipf, Johann Adam: Schlipfs populäres Handbuch der Landwirtschaft, Berlin: Parey 1918, S. 206
Noch in den Katakomben des Stadions wurde Giesemanns Bein gegipst.
Die Welt, 25.06.2005
Zitationshilfe
„gipsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gipsen>, abgerufen am 20.10.2019.

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