glatzköpfig

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennungglatz-köp-fig (computergeneriert)
WortzerlegungGlatzkopf-ig
Wortbildung mit ›glatzköpfig‹ als Erstglied: ↗Glatzköpfigkeit
eWDG, 1967

Bedeutung

Beispiele:
ein glatzköpfiger Mann
er war glatzköpfig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Glatze · Glatzkopf · glatzköpfig
Glatze f. ‘kahle Stelle auf dem Kopf, Kahlkopf’. Ahd. glaz m. (11. Jh., in der Bedeutung ‘Hirnschale’, also ‘von Haut und Haaren entblößter Schädel’), mhd. gla(t)z m. ist eine affektisch verschärfte Bildung zu ahd. mhd. glat in der Bedeutung ‘glänzend’ (s. ↗glatt). Glatze f. begegnet zuerst Ende des 15. Jhs. (vielleicht nach mnd. glate f.), wird aber erst durch Luthers Bibelübersetzung geläufig. Glatzkopf m. (16. Jh.); glatzköpfig Adj. (Ende 15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
glatzköpfig · ↗haarlos · ↗kahl · ↗kahlköpfig · ohne Haare · ↗unbehaart  ●  glatzert  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
glatzköpfig · ↗kahl · ↗kahlköpfig
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gestalt Greis Herr Hüne Idiot Italiener Jugendliche Mann Neonazi Schiedsrichter Schläger Sänger Torwart dick stiernackig

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›glatzköpfig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Im zweiten Stock empfängt ihn ein glatzköpfiger Mann in einem winzigen Zimmer.
Die Zeit, 04.03.2013, Nr. 09
Sie hat ihn gemalt, den glatzköpfigen Mann, der sich mit seinem dicken Arm das rechte Auge herausgerissen hat.
Süddeutsche Zeitung, 28.10.1995
Ich finde es köstlich, ein glatzköpfiger Rekrut hat Erfolg bei seinem Kommandeur.
Fritsch, Gerhard: Fasching, Hamburg: Rowohlt 1967, S. 117
Fünfzig groteske, glatzköpfige Gestalten mit gewaltigen Bücherattrappen in den Händen nehmen Platz auf einem schmalen Streifen etwa in halber Höhe der Treppe.
Schlögel, Karl: Petersburg, München Wien: Carl Hanser Verlag 2002, S. 466
Der Verkäufer, ein glatzköpfiger, fünfzigjähriger Mann, trug kurze Hosen und einen verschmierten, offenen Kittel über dem nackten Oberkörper.
Hein, Christoph: Drachenblut, Darmstadt: Luchterhand 1983 [1982], S. 84
Zitationshilfe
„glatzköpfig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/glatzköpfig>, abgerufen am 22.10.2019.

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