Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

glosen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung glo-sen
Wortbildung  mit ›glosen‹ als Letztglied: verglosen · weiterglosen
eWDG

Bedeutung

gehoben glimmen, schwach glühen
Beispiele:
Als sich der Archivar dem Scheiterhaufen wieder näherte … gloste das Feuer noch [ KasackStadt402]
Die Mittagssonne gloste und gleißte [ ViebigBerliner Novellen174]
Der Jäger und sein Weib schauten gelassen auf die glosenden Trümmer [ CarossaKindheit28]
Die glosenden Reste eines Feuers [ WerfelMusa Dagh336]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

glosen · glosten
glosen, glosten Vb. ‘schwach glühen, glimmen, glänzen’, mhd. glosen, glosten. Vgl. mhd. glos, glose, gloste f. ‘Glut, Glanz’, dazu (als wohl vereinzelte Neubildung zum Verb) nhd. Glost m. ‘Glut’ (19. Jh.). Gehört wie nahestehendes Glast zur Wortgruppe um Glanz und glimmen (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
glimmen · glosen · schwach glühen · schwach leuchten
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›glosen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Abend zeigt sich der Ozean lachsfarben, buttergelb oder karminrot, er schimmert, glost, leuchtet oder dämmert. [Der Tagesspiegel, 24.08.2003]
Allmählich glost der Volkszorn so stark, daß er durch ein weiteres Emotionslüfterl leicht zum Flächenbrand angefacht werden könnte. [Süddeutsche Zeitung, 07.09.1996]
Zitationshilfe
„glosen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/glosen>.

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