glosen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungglo-sen
Wortbildung mit ›glosen‹ als Letztglied: ↗verglosen · ↗weiterglosen
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben glimmen, schwach glühen
Beispiele:
Als sich der Archivar dem Scheiterhaufen wieder näherte ... gloste das Feuer noch [KasackStadt402]
Die Mittagssonne gloste und gleißte [ViebigBerliner Novellen174]
Der Jäger und sein Weib schauten gelassen auf die glosenden Trümmer [CarossaKindheit28]
Die glosenden Reste eines Feuers [WerfelMusa Dagh336]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

glosen · glosten
glosen, glosten Vb. ‘schwach glühen, glimmen, glänzen’, mhd. glosen, glosten. Vgl. mhd. glos, glose, gloste f. ‘Glut, Glanz’, dazu (als wohl vereinzelte Neubildung zum Verb) nhd. Glost m. ‘Glut’ (19. Jh.). Gehört wie nahestehendes ↗Glast zur Wortgruppe um ↗Glanz und ↗glimmen (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
glimmen · glosen · schwach glühen · schwach leuchten
Oberbegriffe
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Am Abend zeigt sich der Ozean lachsfarben, buttergelb oder karminrot, er schimmert, glost, leuchtet oder dämmert.
Der Tagesspiegel, 24.08.2003
Aber die neue Schreibmaschine glost und glimmt und schnarrt und quarrt und will bedient sein.
Die Zeit, 01.07.1996, Nr. 27
Aber die neue Schreibmaschine glost und glimmt und schnarrt und quarrt und will bedient sein.
Die Zeit, 28.06.1996, Nr. 27
Allmählich glost der Volkszorn so stark, daß er durch ein weiteres Emotionslüfterl leicht zum Flächenbrand angefacht werden könnte.
Süddeutsche Zeitung, 07.09.1996
Zitationshilfe
„glosen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/glosen>, abgerufen am 24.09.2019.

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