Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

glubschen

Grammatik Verb · glubscht, glubschte, hat geglubscht
Nebenform glupschen · Verb · glupscht, glupschte, hat geglupscht
Worttrennung glub-schen ● glup-schen
Wortbildung  mit ›glubschen‹ als Erstglied: Glubschauge · Glupschauge  ·  mit ›glubschen‹ als Letztglied: anglubschen · anglupschen · hineinglubschen · hineinglupschen
eWDG

Bedeutung

norddeutsch, berlinisch, salopp, abwertend (böse) glotzen
Beispiele:
Dann saß er eine ganze Zeit und döste und glubschte [ WelkGrambauer329]
Wie der Oberhofmeister wütend glubscht [ G. Hauptm.2,531]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

glupen · glupschen · glupsch
glupen, glupschen Vb. nordd. md. ‘tückisch, lauernd blicken, starren, glotzen’, mnd. mnl. glupen, nl. gluipen; Herkunft ungeklärt. glupsch Adj. ‘scheelblickend, hinterlistig’, älter glupisch (16. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
gaffen · glubschen · starren · stieren  ●  Augen machen  ugs. · glotzen  ugs.

Verwendungsbeispiele für ›glubschen‹, ›glupschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erstaunt und starr glubschen manche, andere schweben trotz unförmiger Rundungen elfengleich durch ihre Welt. [Süddeutsche Zeitung, 30.07.1998]
Durch die Glasscheibe eines extra großen Beckens im Institut glubschen einige seltsame Fische. [o. A.: Frische Fische für die Forschung. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]]
Sie hatte die Beine auf ein gesticktes Fußkissen gestellt, musterte wortlos und aufmerksam die Passanten und glubschte giftig in den schönen Frühlingsnachmittag hinein. [Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 118]
Zitationshilfe
„glubschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/glubschen>.

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