glucken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungglu-cken
Wortbildung mit ›glucken‹ als Erstglied: ↗Gluckhenne  ·  mit ›glucken‹ als Letztglied: ↗herumglucken · ↗zusammenglucken  ·  mit ›glucken‹ als Grundform: ↗Glucke
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
von der Henne   abgerissen gackern und damit
a)
den Wunsch zum Brüten zu erkennen geben
b)
die Küken rufen
2.
salopp stumpfsinnig dasitzen
Beispiele:
sie glucken den ganzen Tag zu Haus
er gluckt bei seiner Mutter
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

glucken · glucksen · gluckern · Glucke
glucken Vb. ‘den Laut gluck ausstoßen, brüten’ (von Hennen), übertragen ‘untätig, stumpfsinnig dasitzen’ mhd. klucken, glucken, mnd. klucken, mnl. clocken, nl. klokken, aengl. cloccian, engl. to cluck, schwed. klucka sind lautnachahmenden Ursprungs; vgl. entsprechende Bildungen wie lat. glōcīre und auf spätlat. clociāre zurückgehendes frz. glousser, ital. chiocciare sowie die unter ↗lachen (s. d.) aufgeführten außergerm. lautnachahmenden Verben. Neben dem Laut der Henne beim Brüten und Locken der Küken und ähnlichen Tönen anderer Vögel ahmt glucken und seine abgeleiteten Iterativbildungen glucksen Vb. (15. Jh.), gluckern Vb. (16. Jh.) auch Laute nach, die beim Schlucken, Aufstoßen oder beim Fließen einer Flüssigkeit aus einer Enge entstehen. Glucke f. nordd. und nordwestmd. auch Klucke, ‘brütende oder die Küken ausführende Henne’, spätmhd. mnd. klucke; Rückbildung zum Verb.

Typische Verbindungen
computergeneriert

zusammen zusammenglucken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›glucken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wenn die Mütter der zweiten Generation nicht Deutsch reden, glucken sie zu Hause zusammen.
Die Zeit, 30.05.2007, Nr. 23
Manchmal gluckst sie wie ein verlegener Teenager, und solche Szenen fotografieren die japanischen Journalisten besonders gern.
Der Tagesspiegel, 27.09.2002
Die Mutter gluckt auf dem Kind, der Vater will plötzlich die große Verantwortung übernehmen und stürzt sich in die Arbeit.
Süddeutsche Zeitung, 26.05.2004
Gefährlich sei es, wenn sie glucke, an ihr Nest heranzukommen.
Hahn, Christian Diederich: Bauernweisheit unterm Mikroskop, Oldenburg i.O.: Stalling 1943 [1939], S. 156
Die blaue Netta gluckte leise aus prangendem Grün und buntem Schaumkraut herüber.
Flex, Walter: Der Wanderer zwischen beiden Welten, München: C.H. Beck [1933] [1917], S. 46
Zitationshilfe
„glucken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/glucken>, abgerufen am 08.12.2019.

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