glubschen

GrammatikVerb
Nebenform glupschen · Verb
Worttrennungglub-schen · glup-schen
RechtschreibregelnEinzelfälle
Wortbildung mit ›glubschen‹ als Letztglied: ↗anglubschen · ↗anglupschen · ↗hineinglubschen · ↗hineinglupschen
eWDG, 1969

Bedeutung

norddeutsch, berlinisch, salopp, abwertend (böse) glotzen
Beispiele:
Dann saß er eine ganze Zeit und döste und glubschte [WelkGrambauer329]
Wie der Oberhofmeister wütend glubscht [G. Hauptm.2,531]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

glupen · glupschen · glupsch
glupen, glupschen Vb. nordd. md. ‘tückisch, lauernd blicken, starren, glotzen’, mnd. mnl. glupen, nl. gluipen; Herkunft ungeklärt. glupsch Adj. ‘scheelblickend, hinterlistig’, älter glupisch (16. Jh.).

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Erstaunt und starr glubschen manche, andere schweben trotz unförmiger Rundungen elfengleich durch ihre Welt.
Süddeutsche Zeitung, 30.07.1998
Durch die Glasscheibe eines extra großen Beckens im Institut glubschen einige seltsame Fische.
o. A.: Frische Fische für die Forschung. In: Bild der Wissenschaft auf CD-ROM, Stuttgart: Dt. Verl.-Anst. 1999 [1998]
Sie hatte die Beine auf ein gesticktes Fußkissen gestellt, musterte wortlos und aufmerksam die Passanten und glubschte giftig in den schönen Frühlingsnachmittag hinein.
Hermann, Georg [d.i. Borchardt, Georg Hermann]: Jettchen Gebert, Berlin: Fleischel 1919 [1906], S. 118
Zitationshilfe
„glubschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/glubschen>, abgerufen am 19.08.2019.

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