gottgewollt

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennunggott-ge-wollt
formal verwandt mitwollen2
eWDG, 1969

Bedeutung

gehoben, veraltend
Beispiele:
Mehr als fünfzig Jahre Diener ... empfand er den Zustand: Herr–Knecht als gottgewollte Ordnung [BredelHeerstraßen167]
Die herrschende Klasse wollte ihre Ordnung als gottgewollt, als schlechthin »heilig« hinstellen [Natur u. Heimat1959]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Abhängigkeit Bestimmung Handeln Norm Obrigkeit Ordnung Schicksal Strafe Vorherrschaft Zustand angeblich hinnehmen keineswegs naturgegeben natürlich scheinbar

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›gottgewollt‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Manches aber verträgt sich tatsächlich nicht mit einem gottgewollten Leben in Fülle.
Bild, 20.11.2004
Und ihre gute Mutter versuchte nun doch noch, die Entwicklung in die gottgewollte Richtung zu drängen.
Süddeutsche Zeitung, 18.10.1997
Dann war er nicht gottgewollt und ebenso abzusetzen wie der untaugliche Beamte.
Weber, Max: Die Wirtschaftsethik der Weltreligionen. In: Weber, Marianne (Hg.), Gesammelte Aufsätze zur Religionssoziologie, Bd. I, Tübingen: Mohr 1920 [1916-1919], S. 454
An seinen gottgewollten Normen hat sich der Mensch zu orientieren.
Hagemann, Ludwig: Ethik/Moral. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 411
Wie hätte vollends die in diesem Recht verwurzelte oder von ihm vorausgesetzte Gesellschaftsordnung, in die jeder hineingeboren wurde, nicht als gottgewollt gelten sollen?
Grundmann, Herbert: Über die Welt des Mittelalters. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1965], S. 15333
Zitationshilfe
„gottgewollt“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gottgewollt>, abgerufen am 18.09.2019.

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