grafisch

Alternative Schreibunggraphisch
GrammatikAdjektiv
Worttrennunggra-fisch · gra-phisch
HerkunftGriechisch
Rechtschreibregeln§ 32 (2)
Wortbildung mit ›grafisch‹ als Erstglied: ↗Grafik · ↗Graphik  ·  mit ›grafisch‹ als Letztglied: ↗computergrafisch · ↗computergraphisch
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
die Kunst der Grafik betreffend
Beispiele:
die grafische Kunst
das grafische Schaffen, Gewerbe
2.
Beispiele:
eine grafische Darstellung (= Darstellung in der Form von Kurven oder Linien, um Zahlen oder Vorgänge zu veranschaulichen)
etw. grafisch (= in der Form von Kurven oder Linien) darstellen
neue Kategorien und Farbnuancen, um die einzelnen Sorten graphisch zu charakterisieren [BöllHaus105]
3.
Mathematik
Beispiel:
das grafische Rechnen (= Rechnen mit Hilfe von gezeichneten Rechentafeln)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Grafik · Graphik · Graphiker · graphisch
Grafik Graphik f. Vervielfältigung von Bilddarstellungen und Schrift durch Druck, Kunst des Zeichnens, des Kupfer-, Stahl-, Holzstichs und Holzschnitts, das einzelne nach diesen Verfahren hergestellte Blatt, gebildet (Ende 18. Jh.) aus lat. graphicē, griech. graphikḗ (téchnē) (γραφικὴ τέχνη) ‘Zeichenkunst, Malerei’, dem substantivierten Fem. von graphikós (γραφικός) ‘malerisch, zum Malen geeignet’; zu griech. gráphein (γράφειν) ‘einritzen, zeichnen, schreiben’. Zuerst Graphic ‘Schreibekunst’, dann Graphik ‘Zeichenmalkunst’ (um 1800), als kunstwissenschaftlicher Terminus seit der 1. Hälfte des 20. Jhs. Graphiker m. (1. Hälfte 20. Jh.). graphisch Adj. zuerst in der Fügung graphische Figuren ‘Schriftzeichen’ (Anfang 19. Jh.), danach erweitert ‘zeichnerisch, linear oder figurenhaft dargestellt’ (1. Hälfte 19. Jh.); vgl. älteres frz. graphique.

Thesaurus

Synonymgruppe
grafisch · graphisch
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›grafisch‹, ›graphisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aufbereitung Bedienoberfläche Benutzeroberfläche Benutzerschnittstelle Benutzungsoberfläche Blatt Darstellung Datenverarbeitung Editor Element Equalizer Gestaltung Gewerbe Interface Kabinett Kunstanstalt Muster Notation Oberfläche Oeuvre Papiere Sammlung Technikum Werbeanzeige Zyklus aufbereitet gestaltet malerisch plastisch zeichnerisch

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›grafisch‹.

Verwendungsbeispiele für ›grafisch‹, ›graphisch‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Vor allem bei den Graphischen Systemen sieht sich die Gruppe in einer starken Position.
Süddeutsche Zeitung, 11.12.1998
Das graphische Bild rechnete nicht mit genießerischen Augen, und außerdem mangelte es immer an Geld.
Die Zeit, 30.10.1987, Nr. 45
Die logische Struktur dieses Problems läßt sich am besten an Hand einer graphischen Darstellung erläutern.
Giersch, Herbert: Allgemeine Wirtschaftspolitik, Wiesbaden: Gabler 1960, S. 317
Damals schon war ich mit neuen Arbeiten in der gleichen Richtung beschäftigt, meist für die »Graphischen Künste«.
Bode, Wilhelm von: Mein Leben, 2 Bde. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1930], S. 1952
Es ist nützlich, sich die Gutenberg-Produktionsfunktion auch graphisch zu veranschaulichen.
Krelle, Wilhelm: Produktionstheorie, Tübingen: Mohr 1969 [1961], S. 42
Zitationshilfe
„grafisch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/grafisch>, abgerufen am 19.02.2020.

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