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grantig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung gran-tig
Wortzerlegung Grant -ig
Wortbildung  mit ›grantig‹ als Erstglied: Grantigkeit
eWDG

Bedeutung

süddeutsch, österreichisch, umgangssprachlich übelgelaunt, verdrießlich
Beispiele:
grantig sein, werden, antworten
jmdn. grantig ansehen
er war noch grantiger als früher
eine grantige Antwort
ein grantiger Mensch
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

grantig · granteln · Grantler
grantig Adj. südd. westd. ‘übelgelaunt, verdrießlich, zänkisch’, grentig (16. Jh.). Herkunft ungewiß. Am ehesten wohl an die Wortgruppe grinsen, greinen (s. d.) anzuschließen. granteln Vb. ‘mürrisch sein’. Grantler m. ‘Querulant’.

Thesaurus

Synonymgruppe
aggressiv · aufbrausend · cholerisch · genervt · hitzköpfig · impulsiv · jähzornig · leicht erregbar · rasend · reizbar · tobsüchtig · unbeherrscht · ungeduldig · ungezügelt · unkontrolliert · wutentbrannt · wütend · zornig · zügellos  ●  exzitabel  fachspr., medizinisch, lat. · fuchsteufelswild  ugs. · furibund  fachspr., veraltet, lat. · grantig  ugs. · ungehalten  geh.
Oberbegriffe
Assoziationen
Synonymgruppe
bärbeißig · gnatzig · grantig · griesgrämig · grämlich · knurrig · launisch · missgelaunt · missgestimmt · misslaunig · missmutig · missvergnügt · mit sich im Hader · mit sich und der Welt im Unreinen · mürrisch · nicht zu Späßen aufgelegt · nicht zu(m) Scherzen aufgelegt · unausstehlich · unfroh · unleidlich · unwillig · unwirsch · unzufrieden · verdrießlich · verdrossen · übellaunig  ●  (jemandem) hat es die Petersilie verhagelt  fig., sprichwörtlich · hässig  schweiz. · schlecht gelaunt  Hauptform · (Gesicht) wie sieben Tage Regenwetter  ugs. · (sich selbst) nicht leiden können  ugs., scherzhaft-ironisch, fig. · brummig  ugs. · dysphorisch  fachspr., medizinisch · gereizt  ugs. · grummelig  ugs. · kann sich selbst nicht leiden  ugs. · miesepetrig  ugs. · motzig  ugs. · muffelig  ugs. · sauertöpfisch  ugs. · schlecht drauf  ugs. · schlechte Stimmung verbreitend  ugs. · ungemütlich  ugs. · ungenießbar  ugs. · ungnädig  ugs., ironisch · unleidig  geh., veraltet
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›grantig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›grantig‹.

Verwendungsbeispiele für ›grantig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Nur meiner Mutter gegenüber war er beim Wiedersehen ähnlich grantig. [Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 98]
Jetzt sind wir aber wieder brav, weil sonst wird die Mama im Grab noch grantig. [Die Zeit, 04.11.1999, Nr. 45]
Nur selten ist er in der letzten Zeit mal grantig geworden. [Die Zeit, 24.10.1997, Nr. 44]
Ans Lächeln denke ich in der Simulation natürlich nicht, sondern schaue vermutlich ziemlich grantig. [Die Zeit, 10.10.2011, Nr. 41]
Aber wenn zu lange unerfreuliche Arbeiten überwogen hätten, wäre ich wohl grantiger geworden. [Die Zeit, 28.04.2009, Nr. 14]
Zitationshilfe
„grantig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/grantig>.

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