grapsen

GrammatikVerb
Worttrennunggrap-sen
DWDS-Verweisartikel, 2017

Bedeutung

norddeutsch
Synonym zu grapschen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

grabbeln · grapschen · grapsen
grabbeln Vb. ‘schnell greifen, fassen nach, tastend befühlen, umhergreifen, herumwühlen’ (17. Jh.). Das besonders im nordd. Raum gebräuchliche Verb ist eine Iterativbildung zu nd. grabben ‘raffen, schnell fassen’; in hd. Mundarten entspricht grappeln (15. Jh.). Dazu gehören ferner die Intensivbildungen grapschen Vb. (19. Jh.) und grapsen Vb. ‘heftig, gierig greifen, an sich raffen’ (18. Jh.), heute vornehmlich ‘betasten, befingern’. Im germ. Sprachbereich sind vergleichbar engl. to grab, to grasp ‘hastig, gierig greifen, an sich reißen’, to grabble ‘herumtasten, tappen’, schwed. grabba ‘grapsen, packen’ sowie ↗Grips (s. d.). Mit den außergerm. Verwandten aind. gṛb(h)ṇā́ti ‘ergreift’, lit. grė́bti ‘rechen, harken, unter Anwendung von Gewalt ergreifen, sich gewaltsam aneignen, rauben’, gróbti ‘gewaltsam ergreifen, an sich reißen, rauben’, lett. grābt ‘greifen, fassen, haschen, packen’, aslaw. grabiti ‘raffen, ergreifen’, russ. grábit’ (грабить) ‘rauben, plündern’ führen sie auf ie. *ghrebh- ‘ergreifen, erraffen, harken’ (s. ↗graben).

Typische Verbindungen
computergeneriert

Brust an

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›grapsen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Er sah sehr gut aus, den habe ich mir gleich gegrabscht.
Die Welt, 11.03.2005
All jene aber, die zwei Hände haben und gerne grabschen und hinlangen, werden um so mehr auf ihre Kosten kommen.
Süddeutsche Zeitung, 03.09.1998
Und grabsch mal in das Schapp hinter deinem Sofa, junger Mann!
Hausmann, Manfred: Abel mit der Mundharmonika. In: ders., Gesammelte Werke, Berlin: Fischer 1983 [1932], S. 38
Oder sitze rückwärts auf einer Strebe und grabsche wie ein Äffchen freihändig nach den Früchten.
Die Zeit, 15.01.2001, Nr. 03
Während es sitzt und vergeblich nach dem Zwieback grabscht, hat es beim Anblick der Schnur plötzlich ein »Aha-Erlebnis«.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 326
Zitationshilfe
„grapsen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/grapsen>, abgerufen am 10.12.2019.

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