groggy

Grammatik Adjektiv · nicht attributiv
Aussprache 
Worttrennung grog-gy
Herkunft Englisch

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. [Boxen] angeschlagen, halb betäubt
  2. 2. [salopp] erschöpft
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
Boxen angeschlagen, halb betäubt
Beispiel:
der Boxer taumelte groggy im Ring umher
2.
salopp erschöpft
Beispiele:
groggy werden, sein
nach diesen Strapazen waren alle ziemlich groggy
der Sportler war nach dem langen Lauf völlig groggy
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Grog · groggy
Grog m. ‘heißes Getränk aus Rum (oder Weinbrand), Wasser und Zucker’. Gleichbed. engl. grog (zuerst 1770 belegt) wird 1784 von Forster noch als fremdes Wort erläutert, findet aber Anfang des 19. Jhs. von Norden her Eingang ins Dt. Man bringt die Bezeichnung mit dem englischen Admiral Vernon in Verbindung, der 1740 seinen Matrosen befiehlt, den Rum nur mit Wasser vermischt zu trinken. Einer bis ins Ende des 18. Jhs. zurückgehenden Überlieferung zufolge trug dieser Admiral wegen seines Rocks aus Kamelhaar (engl. grogram ‘grober Stoff, Mischgewebe aus Seide und Wolle’, nach frz. gros grain ‘starker Seidenstoff’, eigentlich ‘grobes Korn’, vgl. lat. grossus ‘dick, grob’, grānum ‘Korn, Kern’) den Spitznamen Old Grog, der auf das Getränk übertragen wird. groggy Adj. (nur prädikativ) ‘erschöpft, matt’ (20. Jh.) folgt engl. groggy ‘betrunken, unsicher auf den Beinen, kränklich’, einer Ableitung von engl. grog (s. oben); es wird in den 20er Jahren des 20. Jhs. zunächst als Ausdruck des Boxsports (‘hart angeschlagen, halb betäubt’) übernommen.

Thesaurus

Synonymgruppe
abgeschlafft · keine Energie mehr haben · ↗kraftlos · ↗lasch · ↗matt · saft- und kraftlos · ↗schlaff · ↗schlapp  ●  (es .. einfach) nicht mehr gehen  ugs. · ↗alle  ugs. · ↗ausgelutscht  ugs. · ausgepowert  ugs. · ↗daneben  ugs. · ↗down  ugs., veraltend · duhne  ugs., rheinisch · fix und foxi  ugs., veraltet, scherzhaft · geschafft  ugs. · groggy  ugs. · in den Seilen hängen  ugs. · ↗kaputt  ugs. · lurig  ugs., rheinisch · nüntig  ugs., vorarlbergerisch, schweiz., selten · ohne Saft und Kraft  ugs. · ↗platt  ugs.
Assoziationen

Verwendungsbeispiele für ›groggy‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es tut nicht weh, du bist nur so unglaublich groggy.
Süddeutsche Zeitung, 22.03.2000
Er brachte es in 30 Stunden und 42 Minuten auf 169 Hemden, dann gab er völlig groggy auf.
Bild, 20.09.1999
Wir sind groggy und haben doch nur unsere Rolle als Journalisten gespielt.
konkret, 1991
Nach einer neuerlichen 60-Kilometer-Etappe über die Eifelrücken sind manche abends richtig groggy.
Die Zeit, 03.04.1995, Nr. 14
Ernstzunehmenden Widerstand gegen sein Projekt braucht er nicht zu befürchten, die Linke ist groggy.
konkret, 1993
Zitationshilfe
„groggy“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/groggy>, abgerufen am 04.06.2020.

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