gutgläubig

GrammatikAdjektiv
Worttrennunggut-gläu-big
Wortzerlegunggutgläubig
Ungültige Schreibunggut gläubig
Rechtschreibregeln§ 36 (1)
Wortbildung mit ›gutgläubig‹ als Erstglied: ↗Gutgläubigkeit
eWDG, 1969

Bedeutung

nichts Schlechtes vermutend, vertrauensvoll
Beispiele:
gutgläubige Menschen, Mitbürger, Käufer
gutgläubig auf jmdn., etw. warten
er ist auf alles gutgläubig eingegangen
Sie schwören dabei vielleicht vollständig gutgläubig [G. Hauptm.RattenIII]

Thesaurus

Synonymgruppe
arglos · ↗fromm (Wunsch) · gutgläubig · ↗harmlos · in gutem Glauben · ↗kindsköpfig · ↗leichtgläubig · ↗naiv · nimmt alles für bare Münze · ↗treuherzig · undistanziert · ↗vertrauensselig
Assoziationen

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ich war gutgläubig, hatte gar keine Lust, alles zu hinterfragen.
Die Welt, 05.12.2002
Ohne medizinische Ausbildung verkaufte der "Professor" gutgläubigen Patienten (meist Schweizern) wertlose Medizin.
Bild, 12.02.1998
Der gutgläubige Empfänger einer unentgeltlichen Leistung hat dieselbe nur soweit zurückzugewähren, als er durch sie bereichert ist.
o. A.: Konkursordnung. In: Schönfelder: Deutsche Gesetze : Sammlung des Zivil-, Straf- und Verfahrensrechts (Ergänzungslieferung), München: Beck 1997
Aber damit wird die Theorie "der" Kunst zu einer gutgläubigen Fälschung.
Spengler, Oswald: Der Untergang des Abendlandes, München: Beck 1929 [1918], S. 277
Es ist so verlogen, daß intelligente Leute das unmöglich gutgläubig machen können.
Tucholsky, Kurt: An Hedwig Müller, 24.11.1934. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1934], S. 16313
Zitationshilfe
„gutgläubig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/gutgläubig>, abgerufen am 11.11.2019.

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