Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

höchlich

Grammatik Adverb
Aussprache 
Worttrennung höch-lich
eWDG

Bedeutung

veraltend, gespreizt sehr
Grammatik: nur in Verbindung mit Verben der Gemütsbewegung
Beispiel:
[er] steigerte sich in eine Ungeduld und nervöse Aufgeregtheit hinein, die seinem Freunde höchlich mißfiel [ HesseGlasperlensp.6,527]
Grammatik: oft im Superlativ
Beispiel:
»Die liebe, sehr zu verehrende Frau Hofmathematikus ist wirklich höchlichst um einen so genialen Mann wie Seine Magnifizenz zu beneiden«, zirpte Frau von Polzhügel [ TralowKepler268]

Typische Verbindungen zu ›höchlich‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›höchlich‹.

Verwendungsbeispiele für ›höchlich‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Es schien ihm auch höchlich zu mißfallen, daß er von mir auf der Straße nicht gegrüßt wurde. [Blos, Wilhelm: Denkwürdigkeiten eines Sozialdemokraten, Bd. 2. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1919], S. 1509]
Ich habe oft daran gezogen und mich jedesmal daran höchlichst belustigt. [Penzoldt, Ernst: Die Powenzbande, Darmstadt: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1960 [1930], S. 170]
Aus diesem kulturstiftenden Faible ist jetzt ein höchlichst originelles Buch entstanden. [Die Welt, 24.12.2005]
Die wieder auftretenden Schwestern zeigen sich höchlichst aufgebracht über das kecke Eindringen der Fremden. [Schuhmann, Otto: Meyers Opernbuch, Leipzig: Bibliograph. Inst. 1938 [1935], S. 71]
Ulrichsberg, das beinahe letzte nicht kompromittierte Fest der Avantgarde, wollte sich vergegenwärtigen, was an neuer Klangbildung heute möglich ist, und dabei höchlich amüsieren. [Süddeutsche Zeitung, 10.06.1996]
Zitationshilfe
„höchlich“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/h%C3%B6chlich>.

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