höckrig

GrammatikAdjektiv
Nebenform höckerig · Adjektiv
Worttrennunghöck-rig ● hö-cke-rig (computergeneriert)
WortzerlegungHöcker-ig
Wortbildung mit ›höckrig‹ als Letztglied: ↗einhöckerig · ↗einhöckrig · ↗mehrhöckerig · ↗mehrhöckrig · ↗vielhöckerig · ↗vielhöckrig · ↗zweihöckerig · ↗zweihöckrig
eWDG, 1969

Bedeutung

buckelig, uneben
Beispiele:
eine höckrige Nase
ein höckriger (= holpriger) Landweg
höckrige, blaue Feldflaschen [RennKrieg53]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Höcker · Hübel · höckerig
Höcker m. ‘Erhebung, Auswuchs, Buckel’, ahd. hogar (Hs. 12. Jh.), mhd. hoger, frühnhd. hoger, hoker, hocker (15. Jh.), nhd. Höcker ‘Buckel’ (16. Jh., mit Umlaut wohl in Angleichung an das abgeleitete Adjektiv, s. unten) stellt sich mit russ. kupér (купер), poln. kuper ‘Bürzel, Steißbein’, lit. kuprà ‘Höcker Buckel’ und den unter ↗hoch (s. d.) genannten Formen zur Gutturalerweiterung ie. *keuk-, *kūk- der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen, Wölbung, Höhlung’. Einer Labialerweiterung ie. *keup-, *kūp- derselben Wurzel folgen die Parallelformen ahd. hovar (9. Jh.), mhd. hover ‘Höcker, Buckel’, frühnhd. (obd. bis ins 16. Jh.) Hofer, aengl. hofer ‘Buckel, Beule, Hügel’ mit anfrk. huvil ‘Anhöhe’ (9. Jh.), mhd. hübel, nhd. (mundartlich) Hübel m. ‘Erhöhung, Hügel’, anfrk. huvel (9. Jh.), mhd. huvel, hübel, asächs. -huvil (in Ortsnamen), mnd. hȫvel, mnl. houel, huevel, nl. heuvel, aus germ. *hubila-, sowie das unter ↗Hobel (s. d.) behandelte Substantiv. höckerig Adj. ‘mit einem Buckel, mit Vorsprüngen, Unebenheiten behaftet’, älter höckericht (16. Jh.), ahd. hogaroht(i) (Hs. 12. Jh.), hovaroht(i) (8. Jh.), mhd. hockereht, hoveroht, hovereht.

Thesaurus

Synonymgruppe
holperig · ↗holprig · höckrig · ↗rumpelig · ↗uneben  ●  hubbelig  ugs.
Synonymgruppe
höckerig · ↗knotig · ↗knubbelig · ↗warzig  ●  ↗tuberkular  fachspr.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Nase

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›höckrig‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Schmerzen sind um so größer, je höckeriger der Stein ist.
Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 627
Über einer höckerigen Nase saßen kleine, tiefliegende, sehr blaue Augen, merkwürdig zu den dunklen Brauen.
Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 375
Er erinnert, zumal da die Nase an diesem Abend höckerig ist, entfernt an innen Büffel: der Kopf ist kraftvoll gedrungen und düster.
Die Zeit, 06.03.1959, Nr. 10
Ich zog mit einem Führer die Nationalstraße Andorras entlang; sie ist einen Meter fünfundsiebzig breit und höckrig.
Tucholsky, Kurt: Ein Pyrenäenbuch. In: ders., Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1927], S. 8316
Die ursprünglichste Form, in der die Backenzähne auftreten, sind Höckerzähne mit drei höckrigen Erhebungen auf der Kaufläche.
Hesse, Richard: Der Tierkörper als selbständiger Organismus, Leipzig u. a.: B. G. Teubner 1910, S. 312
Zitationshilfe
„höckrig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/höckrig>, abgerufen am 24.05.2019.

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