höckrig

Grammatik Adjektiv
Nebenform höckerig
Aussprache 
Worttrennung höck-rig ● hö-cke-rig
Wortzerlegung Höcker -ig
eWDG

Bedeutung

buckelig, uneben
Beispiele:
eine höckrige Nase
ein höckriger (= holpriger) Landweg
höckrige, blaue Feldflaschen [ RennKrieg53]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Höcker · Hübel · höckerig
Höcker m. ‘Erhebung, Auswuchs, Buckel’, ahd. hogar (Hs. 12. Jh.), mhd. hoger, frühnhd. hoger, hoker, hocker (15. Jh.), nhd. Höcker ‘Buckel’ (16. Jh., mit Umlaut wohl in Angleichung an das abgeleitete Adjektiv, s. unten) stellt sich mit russ. kupér (купер), poln. kuper ‘Bürzel, Steißbein’, lit. kuprà ‘Höcker Buckel’ und den unter hoch (s. d.) genannten Formen zur Gutturalerweiterung ie. *keuk-, *kūk- der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen, Wölbung, Höhlung’. Einer Labialerweiterung ie. *keup-, *kūp- derselben Wurzel folgen die Parallelformen ahd. hovar (9. Jh.), mhd. hover ‘Höcker, Buckel’, frühnhd. (obd. bis ins 16. Jh.) Hofer, aengl. hofer ‘Buckel, Beule, Hügel’ mit anfrk. huvil ‘Anhöhe’ (9. Jh.), mhd. hübel, nhd. (mundartlich) Hübel m. ‘Erhöhung, Hügel’, anfrk. huvel (9. Jh.), mhd. huvel, hübel, asächs. -huvil (in Ortsnamen), mnd. hȫvel, mnl. houel, huevel, nl. heuvel, aus germ. *hubila-, sowie das unter Hobel (s. d.) behandelte Substantiv. höckerig Adj. ‘mit einem Buckel, mit Vorsprüngen, Unebenheiten behaftet’, älter höckericht (16. Jh.), ahd. hogaroht(i) (Hs. 12. Jh.), hovaroht(i) (8. Jh.), mhd. hockereht, hoveroht, hovereht.

Thesaurus

Synonymgruppe
holperig · holprig · höckrig · rumpelig · uneben  ●  hubbelig  ugs.
Synonymgruppe
höckerig · knotig · knubbelig · warzig  ●  tuberkular  fachspr.

Typische Verbindungen zu ›höckrig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bieten die DWDS-Wortprofile zu ›höckrig‹ und ›höckerig‹.

Verwendungsbeispiele für ›höckrig‹, ›höckerig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Die Schmerzen sind um so größer, je höckeriger der Stein ist. [Reile, Bonifaz (Hg.), Kneipp, Sebastian. Das große Kneippbuch, München: Beckstein 1939 [1903], S. 627]
Über einer höckerigen Nase saßen kleine, tiefliegende, sehr blaue Augen, merkwürdig zu den dunklen Brauen. [Feuchtwanger, Lion: Erfolg. In: ders., Gesammelte Werke in Einzelbänden, Bd. 6, Berlin: Aufbau-Verl. 1993 [1930], S. 375]
Er erinnert, zumal da die Nase an diesem Abend höckerig ist, entfernt an innen Büffel: der Kopf ist kraftvoll gedrungen und düster. [Die Zeit, 06.03.1959, Nr. 10]
Vor seiner Werkstatt, auf den handtuchbreiten, höckerigen Gassen, traben Esel. [Die Zeit, 12.10.1979, Nr. 42]
Erstere lassen noch deutlich eine Verwandt schaft mit den Urraubtieren erkennen und hatten bunodonte, d. h. höckerige, schweinähnliche Backenzähne. [Reinhardt, Ludwig: Vom Nebelfleck zum Menschen, München: Reinhardt 1909, S. 631]
Zitationshilfe
„höckrig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/h%C3%B6ckrig>.

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