höhlen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunghöh-len
Grundformhohl
Wortbildung mit ›höhlen‹ als Letztglied: ↗aushöhlen · ↗unterhöhlen
eWDG, 1969

Bedeutung

selten etw. hohl machen, aushöhlen
Beispiele:
sprichwörtlichsteter Tropfen höhlt den Stein (= Beharrlichkeit führt zum Ziel)
enge Schluchten, wie sie das Wasser […] in ruhigem Zeitlaufe gehöhlt hat [RoseggerWaldschulmeister1,290]
etw. muldenförmig biegen, vertiefen
Beispiele:
Manchmal blieb er stehen, höhlte die Hand ums Ohr, lauschte dem dumpfen Lärm [A. ZweigErziehung237]
ein eitler Junge mit dunklen Augen und glatten, etwas gehöhlten (= eingefallenen) Wangen [KafkaAmerika190]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Fels Stein Tropfen aus aushöhlen durchhöhlen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›höhlen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und eines Tages höhlt der stete Tropfen auch den härtesten Stein.
Die Zeit, 22.05.1987, Nr. 22
Ich feile an den Teilen herum, bohre sie an oder höhle sie aus.
Süddeutsche Zeitung, 13.09.2002
Wo immer sie leben, unterwandern sie die Völker, höhlen sie aus und vernichten sie schließlich.
Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 33
Die Mittage, Stürme, Brände der fremden Umgebung waren es, die sie massierten, höhlten, vervollständigten, allem zum Trotz.
Kronauer, Brigitte: Die Frau in den Kissen, Stuttgart: Klett-Cotta 1990, S. 199
Steter Tropfen höhlt den Stein, die Uhr läuft - auch für die Geduld.
Der Spiegel, 13.10.1997
Zitationshilfe
„höhlen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/höhlen>, abgerufen am 11.12.2019.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
Hohleisen
Höhle
hohlbrüstig
Hohlbohrer
Hohlblockstein
höhlenartig
Höhlenbär
Höhlenbewohner
Höhlenbrüter
Höhleneingang