hüpfen

GrammatikVerb · hüpfte, ist gehüpft
Worttrennunghüp-fen
Wortbildung mit ›hüpfen‹ als Erstglied: ↗Hüpfburg · ↗Hüpfdohle · ↗Hüpfer
 ·  mit ›hüpfen‹ als Letztglied: ↗anhüpfen · ↗aufhüpfen · ↗davonhüpfen · ↗durchhüpfen · ↗herhüpfen · ↗herumhüpfen · ↗herunterhüpfen · ↗hinaufhüpfen · ↗hinaushüpfen · ↗hochhüpfen · ↗umherhüpfen · ↗weghüpfen · ↗zurückhüpfen
 ·  formal verwandt mit: ↗Sackhüpfen · ↗Schnadahüpfel · ↗Schnadahüpfl · ↗Schnaderhüpfel · ↗Schnaderhüpfl
eWDG, 1969

Bedeutung

in kleinen Sprüngen laufen, einen kleinen Sprung machen
Beispiele:
der Vogel, Frosch, Hase, Floh hüpft
Lämmer hüpfen auf der Weide
eine Heuschrecke ist über den Weg gehüpft
die Kinder hüpften fröhlich zum Gartentor
Kinderspiel Hüpfen spielen (= nach bestimmten Regeln in Felder springen, die auf dem Boden aufgezeichnet werden)
auf einem Bein, hin und her, in die Höhe hüpfen
[das Kind] hüpft vom Küchenstuhl [KästnerLottchen59]
eine kleine alte Frau […] lief auf Pai zu und hüpfte ihm an den Hals [H. Mann2,12]
bildlich
Beispiele:
das Boot hüpft auf den Wellen
ein hüpfendes Flämmchen
[er schlug] mit der Faust auf den Tisch, daß die Tassen hüpften [L. FrankMathilde5,74]
übertragen
Beispiele:
eine vor Aufregung hüpfende (= unruhige) Stimme
der Puls hüpft (= flattert)
das Herz hüpft jmdm. vor Freude (= jmd. ist in freudiger Erregung)
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hüpfen Vb. ‘kleine Luftsprünge machen, in kleinen Sprüngen laufen’, auch ‘springend tanzen’, mhd. hüpfen, mnd. nd. hüppen, mnl. nl. huppen, mhd. hupfen, hopfen, (md.) hoppen, nd. huppen, hoppen, aengl. hoppian, engl. to hop, anord. schwed. hoppa setzen teils ein germ. jan-Verb, teils (mit Intensivgemination) ein ōn-Verb voraus (s. dazu die lautlich und semantisch nahe stehenden Verben ↗hoppeln und ↗hopsen). Verwandt sind ↗Hüfte, ↗Haufen (s. d.) sowie anord. hopa ‘zurückweichen’ und lat. cubāre ‘liegen’. Zugrunde liegt ie. *keub-, *kūb-, eine Labialerweiterung der Wurzel ie. *keu-, *keu̯ə- ‘biegen’, auch ‘den Körper, sich in den Gelenken biegen’ und ‘Wölbung, Höhlung’. Zur gleichen Wurzel gehören ↗Haube, ↗Hobel, ↗hoch, ↗Hügel, ↗Hocke (s. d.).

Thesaurus

Synonymgruppe
hoppeln · ↗hopsen · hüpfen · ↗springen  ●  ↗jumpen  norddeutsch

Typische Verbindungen
computergeneriert

Bein Bühne Flummi Freude Frosch Gummiball Känguru Känguruh Rasen ab auf aufhüpfen ausgelassen her herum herumhüpfen hin hinterher hinunterhüpfen hoch hüpfen klatschen kreischen leichtfüßig nieder rumhüpfen springen tanzen tänzeln umherhüpfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hüpfen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber so wie es aussieht, können wir mit einem gesunden Bein ins neue Jahr hüpfen.
Der Tagesspiegel, 22.12.2002
Je schneller ein Stein fliegt, desto öfter hüpft er auch.
Die Welt, 29.10.2002
Er hüpfte wie ein Rabe, den glänzenden schwarzen Kopf vorgebeugt.
Reimann, Brigitte: Franziska Linkerhand, Berlin: Neues Leben 1974, S. 70
Er hüpfte vor dem Stecken der Alten zurück, dabei lachte er noch lauter.
Held, Kurt: Die rote Zora und ihre Bande, Aarau: Sauerländer 1989 [1941], S. 23
Nicht gar zu weit weg hüpfte das Licht in einem Wirbel von Sand.
Seghers, Anna: Die Wellblech-Hütte. In: Kesten, Hermann (Hg.) 24 neue deutsche Erzähler, Leipzig u. a.: Kiepenheuer 1983 [1929], S. 152
Zitationshilfe
„hüpfen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hüpfen>, abgerufen am 15.12.2018.

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