hallen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunghal-len (computergeneriert)
Wortbildung mit ›hallen‹ als Letztglied: ↗aufhallen · ↗aushallen · ↗hinhallen · ↗nachhallen · ↗widerhallen · ↗zurückhallen
 ·  mit ›hallen‹ als Grundform: ↗erhallen · ↗verhallen  ·  formal verwandt mit: ↗dumpfhallend · ↗weithallend
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
laut klingen, schallen
Beispiele:
ein Ruf, Lied, Knall, Schlag hallt
durch die stille Nacht hallte ein Schuss
im Walde hallt ein Schrei
die Stiefel der Soldaten hallten auf dem Pflaster
das Pfeifen der Lokomotiven hallt im Bahnhof
die Klänge der Musikkapelle hallen über den Platz
vom Fluss her hallten die Stimmen der Schiffer
laut hallte die Schiffsglocke über das Deck
die Hämmer hallen dröhnend im Takt
die Donnerschläge hallten betäubend
es hat gehallt wie bei einem schweren Gewitter
weit war das Hallen der Trompete zu hören
oft im Part. Präs.
Beispiele:
ein weithin hallendes Gelächter, Getöse
der hallende Lärm der Maschinen
die hallenden Axtschläge der Holzfäller
die Schiffssirene tutete hallend
während die Glocken nun hallend ausschlugen [CramerKonzessionen280]
2.
einen Schall, Widerhall hervorrufen, widerhallen
Beispiele:
die Schreie der Verunglückten hallten schauerlich in den Bergschluchten
ein Saal hallt (= der Schall wird von seinen Wänden zurückgeworfen)
das leere Zimmer hallt
Dumpf hallten die Schritte der Soldaten in den katakombenartigen Gewölben [BredelEnkel259]
oft im Part. Präs.
Beispiele:
ein hallender Flur, Korridor
die hallenden Räume einer Kaserne
wir gingen durch enge, hallende Gänge
sie unterhielten sich nur leise in der hallenden Diele
das Echo kam hallend von den Bergwänden zurück
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Hall · hallen
Hall m. ‘Schall, lauter Klang’, mhd. hal, Abstraktbildung zum starken Verb ahd. hellan, mhd. hellen ‘ertönen, erschallen’; zur Herleitung s. ↗hell. Hall wird, ebenso wie hallen, vorwiegend für allmählich schwächer werdende, widerhallende Töne verwendet und kommt damit Nachhall und nachhallen nahe. hallen Vb. ‘schallen’, Ableitung von Hall, die seit dem 15. Jh. neben hellen auftritt und sich im 18. Jh. allgemein durchsetzt.

Thesaurus

Synonymgruppe
hallen [Hinweis: weitere Informationen erhalten Sie durch Ausklappen des Eintrages]
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Aufschrei Donner Echo Flur Gasse Geschrei Glockenschlag Hammerschlag Jubelschrei Kirchenschiff Lautsprecher Marschtritt Pfiff Ruf Schlachtruf Schrei Schuß Sprechchor Treppenhaus dumpf durchhallen entgegen entgegenhallen herauf herüberhallen nachhallen schallen widerhallen wiederhallen zurückhallen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hallen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie man in den Wald hinein ruft, so hallt es heraus.
Süddeutsche Zeitung, 28.01.2003
Aber plötzlich hallt ein furchtbarer Lärm, ein metallisches Krachen, durch den Gang.
Die Zeit, 26.09.1997, Nr. 40
Sie hallt laut durch die Station, eigenartig langsam, und kommt mir plötzlich so deplaciert vor.
Schrott, Raoul: Tristan da Cunha oder die Hälfte der Erde; Hanser Verlag 2003, S. 323
Der Ruf hallte durch den riesigen Raum und kehrte als vielfaches Echo zurück.
Ewers, H.G. [d.i. Gehrmann, Horst]: Invasion der Schatten, Rastatt: Moewig 1982 [1970], S. 40
Es hallt hell und laut durch die großen, leeren Räume.
Frenssen, Gustav: Peter Moors Fahrt nach Südwest, Berlin: Grote 1920 [1906], S. 98
Zitationshilfe
„hallen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hallen>, abgerufen am 21.10.2019.

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