Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

handelseinig

Grammatik Adjektiv
Aussprache  [ˈhandl̩sˌʔaɪ̯nɪç]
Worttrennung han-dels-ei-nig
Wortzerlegung Handel1 einig
eWDG

Bedeutung

(mit jmdm.) handelseinig sein, werden (= sich (mit jmdm.) über eine geschäftliche Abmachung einigen)
Beispiel:
endlich, nach langen Verhandlungen wurden wir mit unserem Geschäftspartner handelseinig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

einig1 · einigen · Einigkeit · vereinigen · Vereinigung · handelseinig
einig1 Adj. ‘eines Sinnes seiend, einmütig’. Als Adjektivableitung zu dem unter ein1 (s. d.) behandelten Numerale begegnen ahd. einag, einīg (8. bzw. 9. Jh.), mhd. einec, einic, asächs. ēnag, mnd. ēnich, aengl. ānga, anord. einga, mit grammatischem Wechsel got. ainaha (vgl. auch die verwandte Bildung lat. ūnicus ‘einzig’). Die frühe Bedeutung ‘nur einmal vorhanden, einzig’ (gemeingerm., in den älteren dt. Sprachstufen auch ‘allein’) geht im 16. Jh. auf einzig (s. d.) über, während einig seitdem für ‘übereinstimmend, eines Sinnes’ gebräuchlich wird. Der Bedeutungswandel des dt. Adjektivs folgt der Entwicklung, die sich zuvor schon bei den unter einigen und Einigkeit (s. unten) genannten Formen vollzogen hat. einigen Vb. ‘einig machen’, reflexiv ‘sich einig werden, übereinkommen’, ahd. gieinīgen (11. Jh.), mhd. einegen, einigen, mnd. ēnigen ‘vereinigen’. Einigkeit f. ‘Eintracht, Einmütigkeit’, ahd. einī̌gheit ‘Einheit’ (10. Jh.), mhd. einecheit ‘Einheit, Einzigkeit, Einsamkeit, Einigkeit’, mnd. ēnichēt. vereinigen Vb. ‘verbinden, zusammenschließen, in Übereinstimmung bringen’, mhd. vereinigen; Vereinigung f. ‘das Vereinigen, Verbindung, Zusammenschluß’ (15. Jh.). handelseinig Adj. ‘einig bei einem abzuschließenden Geschäft’ (Mitte 19. Jh.), älter (des) Handels einig.

Typische Verbindungen zu ›handelseinig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›handelseinig‹.

Verwendungsbeispiele für ›handelseinig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Bislang soll Krug allerdings noch mit keinem Verlag handelseinig geworden sein. [Der Tagesspiegel, 15.06.2002]
Schnell war sich einer der Touristen (24) mit einer Dame handelseinig – ab aufs Zimmer. [Bild, 17.07.1999]
Bei den Gesichtspunkten, die die streitenden Parteien anführen, ist nicht abzusehen, daß sie sich nicht handelseinig werden sollten, Regierung und Opposition sind es ohnehin. [o. A.: EIN STREIT FÜR ABRÜSTUNG. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]]
Nach unbestätigten Informationen sind sich beide Partner inzwischen handelseinig geworden. [Süddeutsche Zeitung, 17.06.2004]
Alle Partner glauben, noch in diesem Jahr handelseinig zu werden. [Süddeutsche Zeitung, 13.11.2002]
Zitationshilfe
„handelseinig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/handelseinig>.

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