handelseinig

GrammatikAdjektiv
Worttrennunghan-dels-ei-nig
WortzerlegungHandel1einig
eWDG, 1969

Bedeutung

(mit jmdm.) handelseinig sein, werden (= sich (mit jmdm.) über eine geschäftliche Abmachung einigen)
Beispiel:
endlich, nach langen Verhandlungen wurden wir mit unserem Geschäftspartner handelseinig
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

einig1 · einigen · Einigkeit · vereinigen · Vereinigung · handelseinig
einig1 Adj. ‘eines Sinnes seiend, einmütig’. Als Adjektivableitung zu dem unter ↗ein (s. d.) behandelten Numerale begegnen ahd. einag, einīg (8. bzw. 9. Jh.), mhd. einec, einic, asächs. ēnag, mnd. ēnich, aengl. ānga, anord. einga, mit grammatischem Wechsel got. ainaha (vgl. auch die verwandte Bildung lat. ūnicus ‘einzig’). Die frühe Bedeutung ‘nur einmal vorhanden, einzig’ (gemeingerm., in den älteren dt. Sprachstufen auch ‘allein’) geht im 16. Jh. auf ↗einzig (s. d.) über, während einig seitdem für ‘übereinstimmend, eines Sinnes’ gebräuchlich wird. Der Bedeutungswandel des dt. Adjektivs folgt der Entwicklung, die sich zuvor schon bei den unter einigen und Einigkeit (s. unten) genannten Formen vollzogen hat. einigen Vb. ‘einig machen’, reflexiv ‘sich einig werden, übereinkommen’, ahd. gieinīgen (11. Jh.), mhd. einegen, einigen, mnd. ēnigen ‘vereinigen’. Einigkeit f. ‘Eintracht, Einmütigkeit’, ahd. einī̌gheit ‘Einheit’ (10. Jh.), mhd. einecheit ‘Einheit, Einzigkeit, Einsamkeit, Einigkeit’, mnd. ēnichēt. vereinigen Vb. ‘verbinden, zusammenschließen, in Übereinstimmung bringen’, mhd. vereinigen; Vereinigung f. ‘das Vereinigen, Verbindung, Zusammenschluß’ (15. Jh.). handelseinig Adj. ‘einig bei einem abzuschließenden Geschäft’ (Mitte 19. Jh.), älter (des) Handels einig.

Typische Verbindungen
computergeneriert

bereits fast längst schon

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Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Zu diesem Zweck wurde er mit dem Besitzer eines hölzernen Kahns handelseinig, ihn herumzurudern.
Die Zeit, 08.03.2010, Nr. 10
Bislang soll Krug allerdings noch mit keinem Verlag handelseinig geworden sein.
Der Tagesspiegel, 15.06.2002
Schnell war sich einer der Touristen (24) mit einer Dame handelseinig - ab aufs Zimmer.
Bild, 17.07.1999
Auf einer Couch im Schaufenster wurden die blonde Frau und der Schnauzbärtige handelseinig.
Der Spiegel, 16.06.1986
Bei den Gesichtspunkten, die die streitenden Parteien anführen, ist nicht abzusehen, daß sie sich nicht handelseinig werden sollten, Regierung und Opposition sind es ohnehin.
o. A.: EIN STREIT FÜR ABRÜSTUNG. In: Marxistische Zeit- und Streitschrift 1980-1991, München: Gegenstandpunkt Verl. 1998 [1985]
Zitationshilfe
„handelseinig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/handelseinig>, abgerufen am 21.10.2019.

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