hartnäckig
GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennunghart-nä-ckig (computergeneriert)
Wortbildung mit ›hartnäckig‹ als Erstglied: ↗Hartnäckigkeit
eWDG, 1969

Bedeutung

beharrlich, zäh
Beispiele:
ein hartnäckiger Bittsteller, Verfolger
eine hartnäckige Frage, Weigerung
eine hartnäckige Abneigung zeigen
die Verteidiger setzten dem Feind hartnäckig (= erbitterten) Widerstand entgegen
er begegnete uns mit hartnäckigem Schweigen
nach hartnäckigem Leugnen gestand der Angeklagte
hartnäckig bleiben, widersprechen
einer Spur hartnäckig folgen
sie beharrten, bestanden hartnäckig auf ihrer Meinung
sich hartnäckig zur Wehr setzen
was er ... aufs hartnäckigste suchte und anstrebte [HesseSteppenw.4,230]
anhaltend, chronisch
Beispiel:
ein hartnäckiges Leiden, hartnäckiger Schnupfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nacken · Nackenschlag · hartnäckig
Nacken m. ‘hinterer Teil des Halses’, ahd. (h)nac (8. Jh.), (h)nacko (Hs. 13. Jh.), mhd. nac, nacke, asächs. hnakko (in Ortsnamen), mnd. nacke, mnl. nac, nacke, anord. hnakki, hnakkr, schwed. nacke (germ. *hnakkan-) haben neben sich Formen mit e in der Wurzelsilbe wie mnd. mnl. necke, nl. nek, aengl. hnecca, engl. neck. Das e wird entweder als Ablaut angesehen (s. ↗Genick) oder als Umlaut, hervorgerufen durch ein inzwischen geschwundenes j der Folgesilbe. Die Bildungen führen auf ein nur aus dem Germ. zu erschließendes ie. *kneg- bzw. *knog-, Gutturalerweiterung der (fast nur in erweiterter Form vorliegenden) Wurzel ie. *ken- ‘zusammendrücken, -knicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ (s. auch ↗Nuß, ↗Nocken), so daß Nacken ursprünglich als ‘etw. Zusammengeballtes, eine Erhöhung (auf dem Rücken von Tieren)’ zu verstehen ist. Vgl. auch toch. A kñuk ‘Genick’ und air. cnocc, abret. cnoch ‘Hügel’ (zu ie. *kneug-, *kneuk-). Nackenschlag m. ‘Demütigung, üble Nachrede’, im 18. Jh. vom Nd. ausgehend, auch im eigentl. Sinne ‘Schlag in den Nacken’. hartnäckig Adj. ‘beharrlich, unnachgiebig’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
ausdauernd · ↗beständig · ↗dauerhaft · ↗langanhaltend · ↗nachhaltig · ↗permanent · ↗persistent · ↗ständig
Assoziationen
Synonymgruppe
ausdauernd · ↗beharrlich · ↗konstant · ↗standhaft · steif und fest (behaupten) · ↗unablässig · ↗unbeirrt · ↗unentwegt · ↗unermüdlich · ↗unverdrossen
Assoziationen
Synonymgruppe
beharrlich · ↗konsequent · ↗penetrant · ↗zielstrebig  ●  ↗eisern  fig.
Synonymgruppe
eigensinnig · ↗formalistisch · ↗starrköpfig · ↗starrsinnig · ↗unnachgiebig · ↗widerstandsfähig  ●  ↗obstinat  lat. · ↗refraktär  fachspr. · ↗verbohrt  ugs.
Assoziationen
DWDS-Wortprofil

Typische Verbindungen
computergeneriert

Beharren Drängen Erkältung Festhalten Flecken Gerüchte Husten Knieverletzung Leugnen Nachfragen Recherchen Schweigen Verehrer Verfechter Verfolger Vorurteil Weigerung Werben Widersacher Widerstand beharrt besonders hält leugnet schweigt sträubte verteidigten verweigert weigert widersetzt

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hartnäckig‹.

DWDS-Beispielextraktor

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Und doch blieb er hartnäckig auf der Spur des Ästhetischen.
Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 347
So muss der potenzielle Käufer mit einer Gruppe hartnäckiger Studenten rechnen.
Die Welt, 02.02.2001
Je schöner sie ist, desto hartnäckiger beharrt sie auf ihren inneren Werten.
Der Tagesspiegel, 24.08.2000
Sie hält ihre Hände verschämt, aber hartnäckig auf dem Rücken.
Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind ` Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 193
Man kann sich überlegen, was man will, es bleibt ein hartnäckiger Satz.
Fallada, Hans: Wer einmal aus dem Blechnapf frißt - Bd. 2, Berlin u. a.: Aufbau-Verl. 1990 [1934], S. 172
Zitationshilfe
„hartnäckig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hartnäckig>, abgerufen am 21.11.2017.

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