hartnäckig

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung hart-nä-ckig
Wortbildung  mit ›hartnäckig‹ als Erstglied: Hartnäckigkeit
eWDG

Bedeutung

beharrlich, zäh
Beispiele:
ein hartnäckiger Bittsteller, Verfolger
eine hartnäckige Frage, Weigerung
eine hartnäckige Abneigung zeigen
die Verteidiger setzten dem Feind hartnäckig (= erbitterten) Widerstand entgegen
er begegnete uns mit hartnäckigem Schweigen
nach hartnäckigem Leugnen gestand der Angeklagte
hartnäckig bleiben, widersprechen
einer Spur hartnäckig folgen
sie beharrten, bestanden hartnäckig auf ihrer Meinung
sich hartnäckig zur Wehr setzen
was er … aufs hartnäckigste suchte und anstrebte [ HesseSteppenw.4,230]
anhaltend, chronisch
Beispiel:
ein hartnäckiges Leiden, hartnäckiger Schnupfen
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

Nacken · Nackenschlag · hartnäckig
Nacken m. ‘hinterer Teil des Halses’, ahd. (h)nac (8. Jh.), (h)nacko (Hs. 13. Jh.), mhd. nac, nacke, asächs. hnakko (in Ortsnamen), mnd. nacke, mnl. nac, nacke, anord. hnakki, hnakkr, schwed. nacke (germ. *hnakkan-) haben neben sich Formen mit e in der Wurzelsilbe wie mnd. mnl. necke, nl. nek, afries. hnekka, aengl. hnecca, engl. neck. Das e wird entweder als Ablaut angesehen (s. Genick) oder als Umlaut, hervorgerufen durch ein inzwischen geschwundenes j der Folgesilbe. Die Bildungen führen auf ein nur aus dem Germ. zu erschließendes ie. *kneg- bzw. *knog-, Gutturalerweiterung der (fast nur in erweiterter Form vorliegenden) Wurzel ie. *ken- ‘zusammendrücken, -knicken, Zusammengedrücktes, Geballtes’ (s. auch Nuß, Nocken), so daß Nacken ursprünglich als ‘etw. Zusammengeballtes, eine Erhöhung (auf dem Rücken von Tieren)’ zu verstehen ist. Vgl. auch toch. A kñuk ‘Genick’ und air. cnocc, abret. cnoch ‘Hügel’ (zu ie. *kneug-, *kneuk-). Nackenschlag m. ‘Demütigung, üble Nachrede’, im 18. Jh. vom Nd. ausgehend, auch im eigentlichen Sinne ‘Schlag in den Nacken’. hartnäckig Adj. ‘beharrlich, unnachgiebig’ (15. Jh.).

Thesaurus

Synonymgruppe
Assoziationen
Synonymgruppe
ausdauernd · beharrlich · hartnäckig · konstant · standhaft · steif und fest (behaupten) · unablässig · unbeirrt · unentwegt · unermüdlich · unverdrossen
Assoziationen
Synonymgruppe
beharrlich · hartnäckig · konsequent · penetrant · zielstrebig  ●  eisern  fig.
Synonymgruppe
dickköpfig · eigensinnig · hartnäckig · starrköpfig · starrsinnig · stur · unnachgiebig  ●  obstinat  geh., lat., sehr selten · refraktär  fachspr. · verbohrt  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
bockig · eigensinnig · halsstarrig · hartnäckig · kompromissunfähig · rechthaberisch · renitent · starrköpfig · starrsinnig · störrisch · unbelehrbar · unbeugsam · uneinsichtig · unnachgiebig · unverbesserlich · widerborstig · widerspenstig  ●  stur  Hauptform · (jemandem) ist nicht zu helfen  ugs. · beratungsresistent  ugs. · dickköpfig  ugs. · nickelig  ugs. · stur wie ein Panzer  ugs. · sturköpfig  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›hartnäckig‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hartnäckig‹.

Verwendungsbeispiele für ›hartnäckig‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sie hält ihre Hände verschämt, aber hartnäckig auf dem Rücken. [Schmidt-Rogge, Carl H.: Dein Kind – Dein Partner, München: List 1973 [1969], S. 193]
Er verfocht diesen Rat so hartnäckig, daß er befolgt wurde. [Nadolny, Sten: Selim oder Die Gabe der Rede, München: Piper 1997 [1990], S. 102]
Und doch blieb er hartnäckig auf der Spur des Ästhetischen. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 347]
Aber auch diese Titel arbeiten nur hartnäckige Fans in ganzer Länge durch. [C't, 1998, Nr. 23]
Was er sich vorgenommen hat, bringt er indes hartnäckig zu Ende. [Die Zeit, 10.02.2000, Nr. 7]
Zitationshilfe
„hartnäckig“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hartn%C3%A4ckig>.

Weitere Informationen …

alphabetisch vorangehend alphabetisch nachfolgend
hartmäulig
hartmelkig
hartlöten
hartleibig
hartköpfig
hartschalig
hartschädelig
hartschädlig
hartumkämpft
hartzen