Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

hatschen

Worttrennung hat-schen
Duden, GWDS, 1999

Bedeutung

bayrisch, österreichisch, umgangssprachlich
a)
lässig, schleppend gehen; schlendern
b)
hinken
c)
salopp gehen, laufen

Thesaurus

Synonymgruppe
(ein) Bein nachziehen · hinken · humpeln · lahmen  ●  hatschen  ugs. · watscheln  ugs.

Verwendungsbeispiele für ›hatschen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Aber man trifft sie in Kipsdorf nirgends in großer Fahrt, immer nur hatschend. [Klemperer, Victor: [Tagebuch] 1924. In: ders., Leben sammeln, nicht fragen wozu und warum, Berlin: Aufbau-Taschenbuch-Verl. 2000 [1924], S. 12]
In Wien nennt man es hatschen, und Markus Kauffmann stammt aus Wien. [Der Tagesspiegel, 20.10.2000]
Der Tiroler Gastarbeiter hatscht in die Wirtschaft hinein – und schon kennt ihn jeder, den Brenner Hans aus Innsbruck. [Süddeutsche Zeitung, 18.05.1994]
So einer war der Herr Otto nicht, der früher watschelnd durch das Café Grillparzer hatschte und nach dessen Schließung ins »Schopenhauer« wechselte. [Süddeutsche Zeitung, 17.03.2001]
Das Wichtelchen wirbelt und wurbelt um den großen Bösewicht herum, schlägt ihn in die Flucht und hatscht schließlich wieder am Stock davon. [Süddeutsche Zeitung, 16.05.2002]
Zitationshilfe
„hatschen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hatschen>.

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