haushoch

GrammatikAdjektiv
Aussprache
Worttrennunghaus-hoch (computergeneriert)
WortzerlegungHaushoch
eWDG, 1969

Bedeutung

sehr hoch
a)
Beispiele:
ein haushoher Stapel von Kisten
eine haushohe Schutthalde
einen Ball haushoch werfen
haushohe Flammen, Bäume, Wellen
bildlich
Beispiel:
die Diskussion schlug haushohe Wellen (= war äußerst lebhaft, erregt)
b)
umgangssprachlich, übertragen
Beispiele:
ein Spiel, einen sportlichen Wettkampf haushoch gewinnen, verlieren
das Fußballspiel endete mit einem haushohen Sieg der Gastgeber
haushoch über jmdm. stehen (= jmdm. sehr überlegen sein)
jmdm. haushoch überlegen sein
seinen Gegner haushoch schlagen (= seinem Gegner eine sehr große Niederlage beibringen)
ein haushoher (= überragender) Favorit

Thesaurus

Synonymgruppe
arg · ausgeprägt · ↗ausnehmend · ↗beträchtlich · ↗deutlich · ein gerüttelt Maß · ↗enorm · ↗erheblich · haushoch · ↗sehr · ↗viel · ↗weit · ↗wesentlich · ↗ziemlich  ●  ↗allerhand  ugs. · eine gehörige Portion  ugs. · ↗immens  geh. · jede Menge  ugs. · ordentlich was  ugs. · ↗tierisch  ugs.
Oberbegriffe
Assoziationen
  • gehörig · ↗gründlich · von vorne bis hinten  ●  nach allen Regeln der Kunst  fig. · (aber) so was von  ugs., salopp, Spruch · ... (und / aber) frag nicht nach Sonnenschein!  ugs., Spruch · ganz schön  ugs. · nach Strich und Faden  ugs. · ↗weidlich  geh., veraltend · wo man dabeisteht  ugs.
  • ausgesprochen · ganz und gar · ↗gänzlich  ●  ↗betont  geh. · ↗prononciert  geh.

Typische Verbindungen
computergeneriert

Atrium Brecher Detektor Düne Favorit Favoritin Flutwelle Fontäne Gerüst Glasfassade Glaswand Palme Plakatwand Punktsieg Sieg Transparent Vorsprung WM-Favorit Wahlsieg Welle Woge favorisiert gläsern siegen türmen verschulden Überlegenheit überlegen überragen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›haushoch‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Dann ergreift er die Initiative, am Ende gewinnt er haushoch.
Die Welt, 03.03.1999
Das Referendum, das dazu nötig ist, würde er zur Zeit haushoch verlieren.
Die Zeit, 21.02.1999, Nr. 4
Hunderte haushoher Zähne ragten aus dem Maul des großen Fischs.
Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura, Berlin: Aufbau-Verl. 1974, S. 127
Und die großen Seifenblasen stoßen sich nicht, trotzdem sie haushoch sind - turmhoch!
Scheerbart, Paul: Immer mutig! In: Deutsche Literatur von Lessing bis Kafka, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1902], S. 10274
Die "haushohen Wogen" hatten ihre Phrasenhaftigkeit verloren und wurden Wirklichkeit.
Frisch, Karl von: Erinnerungen eines Biologen, Berlin: Springer 1957, S. 92
Zitationshilfe
„haushoch“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/haushoch>, abgerufen am 16.12.2018.

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