hecken

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunghe-cken (computergeneriert)
Wortbildung mit ›hecken‹ als Erstglied: ↗Heckpfennig  ·  mit ›hecken‹ als Letztglied: ↗Geheck · ↗aushecken  ·  mit ›hecken‹ als Grundform: ↗Hecke2
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich von kleineren Säugetieren, Vögeln   auf einmal meist mehrere Junge hervorbringen
Beispiele:
die Ratten, Eichhörnchen, Tauben haben geheckt
die Kaninchen hecken um diese Jahreszeit wieder in ihrem Bau
Sein kleines Haus […] blieb leer bis auf die Mäuse, die darin heckten [StrittmatterTinko128]
salopp, übertragen sich rasch vermehren, besonders von Geld
Beispiele:
wir bringen das Geld zur Sparkasse, damit es heckt
dem Kinde seine Mitgift zu mehren und sie hecken zu lassen [Th. MannErwählte8,83]
Solang die Millionen auf der Bank hecken […] ist nichts Ernstliches zu fürchten [Wasserm.Wahnschaffe2,31]
etw. laufend und in großer Anzahl hervorbringen
Beispiele:
der Komponist heckte Schlager am laufenden Band
die Schillinge hecken ganz von selbst Groschen in seinem Sparbuch [WaggerlJahr254]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hecken · aushecken · Hecke2
hecken Vb. ‘Junge zur Welt bringen’ (von Vögeln und kleineren Säugetieren), ‘sich vermehren’ (vom Geld), mhd. (reflexiv) hecken ‘sich fortpflanzen’ (von Vögeln). Innerhalb des Germ. lassen sich dazustellen engl. to hatch ‘ausbrüten’, mengl. hacche(n), aber auch mhd. hagen ‘(Zucht)stier’, ahd. hegathruos (um 800), hegathruosa (11. Jh.) ‘Schamglied, Hoden, Schamteile’, mhd. hegedruose. Sichere außergerm. Anknüpfungsmöglichkeiten fehlen. aushecken Vb. ‘ausbrüten, ausdenken’ (15. Jh.). Hecke2 f. ‘Ort, Zeit, Vorgang der Paarung, die aus einem Gelege ausgebrüteten, in einem Wurf geborenen Jungen’ (18. Jh.), wohl rückgebildet aus hecken.

Typische Verbindungen
computergeneriert

aus aushecken hocken

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hecken‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Man trifft sich und plaudert, heckt Pläne und tauscht Erinnerungen aus.
Süddeutsche Zeitung, 21.11.1998
Anfang dieses Jahres heckte er gemeinsam mit dem Staatspräsidenten den Plan aus, wieder gegen den Ball zu treten.
Süddeutsche Zeitung, 18.06.1994
Liebe ist ihre Investition und Macht die Form von Kapital, die sie erstrebt, raffgierig, spekulationssüchtig, hortend und heckend.
Die Zeit, 05.03.1993, Nr. 10
Nach dem Krieg erholte er sich hier von kleinen Schlaganfällen und heckte die Entmachtung seiner Gegner aus.
Die Welt, 06.10.2005
Fettig tastet sie der Blick des Vielbeschäftigten ab; kein Wunder, daß diese Zeitschriften so fleißig hecken, denn wie viele Blicke haben sie schon begattet!
Tucholsky, Kurt: Die ausgezogene Frau. In: Kurt Tucholsky, Werke - Briefe - Materialien, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1930]
Zitationshilfe
„hecken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hecken>, abgerufen am 18.02.2019.

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