heraushauen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunghe-raus-hau-en · her-aus-hau-en
Wortzerlegungheraus-hauen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
etw. ausmeißeln
Beispiele:
eine Inschrift heraushauen
[das] Relief, das aus einem niedrigen Felsband herausgehauen war [FusseneggerAntlitz28]
2.
umgangssprachlich jmdn. aus einer bedrängten, schwierigen Lage befreien
Beispiele:
obwohl uns der Feind eingekreist hatte, wurden wir herausgehauen
der Anwalt versuchte, seinen Klienten vor Gericht herauszuhauen
Nun bist du einmal ... in diese ärgerliche Sache mitverflochten, da sollst du auch dich und mich männlich heraushauen [BrodTycho Brahe192]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemandem) bei Problemen helfen · (jemandem) bei Schwierigkeiten helfen · (jemanden) aus einer Notlage befreien · (jemanden) aus einer misslichen Lage befreien · ↗(jemanden) retten  ●  (jemandem) aus der Klemme helfen  ugs. · (jemandem) aus der Patsche helfen  ugs. · (jemandem) den Arsch retten  derb · (jemanden) heraushauen  ugs. · ↗(jemanden) herauspauken  ugs. · ↗(jemanden) rausboxen  ugs. · (jemanden) raushauen  ugs.
Assoziationen
  • (für jemanden) die Situation retten · ↗(jemanden) herausreißen  ●  (für jemanden) den Karren aus dem Dreck ziehen  fig. · (jemandem) aus der Patsche helfen  ugs.
Synonymgruppe
(etwas) auf den Markt bringen · auf den Markt werfen · ↗herausbringen  ●  (etwas) vom Stapel lassen  ugs. · (etwas) vom Stapel laufen lassen  ugs. · heraushauen  ugs., salopp
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Stein hauen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›heraushauen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Meine drei Kinder sind sehr lebhaft, sehr redselig; das haben sie vom Vater geerbt, das kann man nicht heraushauen.
Die Zeit, 01.03.1971, Nr. 09
Ich kann Sie hier nur heraushauen, wenn Sie sich bereit erklären, für die militärische Abwehr zu arbeiten.
Simmel, Johannes Mario: Es muß nicht immer Kaviar sein, Zürich: Schweizer Verl.-Haus 1984 [1960], S. 28
Mir geht es immer nur darum, möglichst eine Granate herauszuhauen, also optimale Sprünge zu zeigen.
Die Welt, 04.02.2003
Unten im Gang, der zu den Arrestzellen führte, waren aus dem nackten Fels zwei Köpfe herausgehauen, etwa um das Jahr elfhundert.
Salomon, Ernst von: Der Fragebogen, Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1961 [1951], S. 130
Er dachte an die Engel, die aus dem Stein herausgehauen waren, Engel - aus Stein, aus dem schwersten Los, das eine Gestalt treffen kann.
Schaper, Edzard: Der Henker, Zürich: Artemis 1978 [1940], S. 938
Zitationshilfe
„heraushauen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/heraushauen>, abgerufen am 20.10.2019.

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