hereditär

GrammatikAdjektiv · ohne Steigerung
Aussprache
Worttrennunghe-re-di-tär
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2018

Bedeutungen

1.
die Erbschaft, das Erbe, die Erbfolge betreffend
Beispiele:
Wenn man die alte Ständeordnung mit ihren Privilegien überwinden wollte, konnte man nur von den eigenschaftlosen Individuen ausgehen und mußte jede Art von (hereditären) Rangunterschieden ausschalten. [Die Zeit, 22.11.1991, Nr. 48]
Das Amt [des Ordensleiters] ging seit dem 18. Jahrhundert vom Vater auf den Sohn über, war aber nicht notwendig hereditär. [Heine, Peter: Bektashiyya. In: Lexikon des Islam, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1991], S. 217]
So gut wie alle Geschäftsleute gehören hierher [zur Gruppe der kreativ Handelnden], sonst wären sie nie in ihre Positionen gekommen; die meisten stellen sogar eine – individuell oder hereditär bewährte – Auslese dar. [Schumpeter, Joseph: Theorie der wirtschaftlichen Entwicklung, Berlin: Duncker u. Humblot 1997 [1912], S. 119]
2.
Biologie, Medizin erblich, die Vererbung betreffend
Beispiele:
Sehr selten im Vergleich zur intestinalen Fruktoseintoleranz ist die hereditäre Fruktoseintoleranz, eine erbliche Störung des Fruktosestoffwechsels. [Die Welt, 04.06.2015]
Er ist hereditär stark kurzsichtig und astigmatisch (= an einer Hornhautverkrümmung der Augen leidend). [Süddeutsche Zeitung, 05.12.2011]
Psychopathien haben zwar einen deutlich hereditären Bezug, treten teilweise aber auch völlig überraschend auf. [Werner, Reiner: Das verhaltensgestörte Kind, Berlin: Dt. Verl. d. Wiss. 1973 [1967], S. 36]

Thesaurus

Medizin
Synonymgruppe
erblich · ↗genetisch · ↗vererbbar  ●  ↗genuin  fachspr. · hereditär  fachspr.
Zitationshilfe
„hereditär“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hereditär>, abgerufen am 22.07.2019.

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