herstellen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungher-stel-len (computergeneriert)
Wortzerlegungher-stellen
eWDG, 1969

Bedeutung

umgangssprachlich etw., sich hier an diesen Ort stellen
a)
etw. hinstellen
Beispiele:
ich habe die Leiter wieder hergestellt
stell die Kiste bitte her!
b)
sich aufstellen
Beispiele:
jeden Tag muss ich mich herstellen und auf ihn warten!
ich stelle mich nun nicht länger her
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stellen · Stelle · Stellmacher · Stellvertreter · Stellung · Stellage · abstellen · anstellen · Angestellter · Anstellung · ausstellen · Ausstellung · bestellen · entstellen · herstellen · wiederherstellen · Hersteller · Herstellung · nachstellen · verstellen · Verstellung · vorstellen · Vorstellung
stellen Vb. ‘an einem Ort zum Stehen bringen, aufstellen’, ahd. stellen (8. Jh.), mhd. stellen, stallen (Prät. mit Rückumlaut ahd. stalta, mhd. stalte, s. auch ↗Anstalt, ↗Gestalt), asächs. stellian ‘hinstellen’, mnd. mnl. nl. stellen, aengl. stellan sind im Sinne von ‘an einem Standort aufstellen’ gebildet zu germ. *stalla- ‘Standort, Platz’ (s. ↗Stall). Stelle f. ‘Ort, Platz, Amt, Behörde’, Rückbildung des 16. Jhs. aus dem Verb, eigentlich ‘Platz, Ort, wo etw. steht’; vgl. mhd. himelstelle ‘Stelle, Sitz im Himmel, Himmelsthron’. Stellmacher m. ‘wer Gestelle für Wagen herstellt’, spätmhd. (omd.) stellemacher, im Nordd. und Omd. verbreitet, zum ja-Stamm Stell n. ‘Gestell’ (frühnhd. bis ins 17. Jh., noch mundartlich im Nordd.), vgl. ahd. -stelli in forastelli ‘Stuhlverstopfung’ (um 1100); s. auch ↗Bettgestell. Stellvertreter m. ‘wer im Auftrag und Namen eines anderen handelt’ (17. Jh.). Stellung f. ‘das Stellen, Körperhaltung, Stand, Anordnung, Lage, Amt, Posten, militärisch befestigter Punkt bzw. Abschnitt’, mhd. stallunge, stellung; vgl. stellungslos (Ende 19. Jh.). Stellage f. ‘Gerüst, Gestell’, Übernahme (16. Jh.) von nl. stellage ‘Bau- oder Schaugerüst’, einer Bildung mit frz. Endung zu mnl. stellen (s. oben). abstellen Vb. ‘etw. abschaffen, beseitigen’ (15. Jh.), ‘niedersetzen’ (16. Jh.), ‘außer Betrieb setzen, abschalten, auf etw. abzielen’ (18. Jh.). anstellen Vb. ‘nahe woran stellen, lehnen, in eine Stelle, ein Amt einsetzen, bewerkstelligen, unternehmen, anstiften, zum Fließen, Strömen bringen’, reflexiv ‘sich anreihen’, mhd. anestellen ‘einstellen, aufschieben’; Angestellter m. ‘in einem abhängigen Arbeitsverhältnis Stehender’ (Anfang 19. Jh.); Anstellung f. ‘Arbeitsverhältnis, Arbeitsplatz’ (19. Jh.), ‘Einrichtung, Anordnung, Bewirkung’, auch ‘Aufschub’ (15. Jh.), Anstellung machen (17. Jh.) für älteres Anstalt(en) machen (s. ↗Anstalt). ausstellen Vb. ‘anfertigen, öffentlich zur Schau stellen, bemängeln, kritisieren’, auch ‘hinausstellen’ (15. Jh.); Ausstellung f. ‘öffentliches Zurschaustellen einer Sammlung o. ä., Ausfertigung, Bemängelung’ (17. Jh.). bestellen Vb. ‘in Auftrag geben, anfordern, bearbeiten, (eine Botschaft) ausrichten’, ahd. bistellen ‘besetzen, bekränzen’ (9. Jh.), mhd. bestellen ‘von allen Seiten umstellen, besetzen, einsäumen, einstellen, anordnen, besorgen, instand setzen’. entstellen Vb. ‘verunstalten’, mhd. entstellen, auch reflexiv ‘sich verstellen’, eigentlich ‘aus der rechten Stellung oder Form bringen’. herstellen Vb. ‘an einen bestimmten Platz stellen, restaurieren, anfertigen, produzieren’ (16. Jh.); wiederherstellen Vb. ‘in den alten Zustand versetzen, ausbessern, reparieren’ (18. Jh.); Hersteller m. ‘Produzent’ (19. Jh.), anfangs auch ‘Restaurator’; Herstellung f. ‘das Anfertigen, Produktion, Verlagsabteilung für typographische Gestaltung und Kalkulation der Bücher’ (19. Jh.). nachstellen Vb. ‘auflauern, verfolgen’ (16. Jh.; eigentlich Schlingen, Fallen stellen). verstellen Vb. ‘verbarrikadieren, an einen anderen Platz stellen, falsch stellen’, übertragen (reflexiv) ‘sich anders geben, als man ist, etw. vortäuschen’, mhd. verstellen ‘zum Stehen bringen, im Fließen aufhalten, (sich) verwandeln, verunstalten, unkenntlich machen’; Verstellung f. ‘Umstellung, Verunstaltung, (Vor)täuschung’ (15. Jh.). vorstellen Vb. ‘nach vorn stellen, bekannt machen’, reflexiv ‘sich ein geistiges Bild machen’ (16. Jh.); Vorstellung f. ‘das Bekanntmachen, geistiges Bild, Idee, Aufführung, Einwand, Vorhaltung’ (um 1600).

Thesaurus

Synonymgruppe
anfertigen · erstellen · ↗erzeugen · ↗fertigen · ↗generieren · herstellen · ↗machen · ↗verfertigen  ●  ↗fabrizieren  ugs. · ↗verbrechen (sarkastisch oder scherzh.)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(kunstgerecht) machen · ↗anfertigen · ↗arbeiten · herstellen · ↗schaffen
Chemie
Synonymgruppe
bewirken · ↗erschaffen · ↗erzeugen · ↗fabrizieren · ↗formen · herstellen · ↗hervorbringen · ↗synthetisieren
Synonymgruppe
erzeugen · herstellen · ↗produzieren
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschluß Balance Beziehung Bezug Einheit Einvernehmen Fabrik Firma Gerechtigkeit Gerät Gleichgewicht Konsens Kontakt Kunststoff Maschine Material Menge Ordnung Produkt Tonne Transparenz Verbindung Vertrauen Waffe Zusammenhang Zustand selbst stellen vertreiben wieder

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›herstellen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihm ist es bisher nicht gelungen, die Ruhe im Lande wieder herzustellen.
Die Welt, 18.06.2005
Welchen Schmuck können wir verwenden und wie stellen wir diesen her?
Der Tagesspiegel, 22.12.2002
Interpretationen tragen auf vielfältige Weise dazu bei, den geforderten triumphalen Charakter herzustellen.
o. A.: Lexikon der Kunst - E. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 3193
Das war erschreckend viel, und man hoffte, es schon bald billiger herstellen zu können.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 387
Übung hatte es möglich gemacht, das ganze übrige Buch in verhältnismäßig kurzer Zeit herzustellen.
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 31381
Zitationshilfe
„herstellen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/herstellen#1>, abgerufen am 23.10.2019.

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herstellen

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennungher-stel-len
Wortbildung mit ›herstellen‹ als Erstglied: ↗Hersteller · ↗Herstellkosten · ↗herstellbar
 ·  mit ›herstellen‹ als Letztglied: ↗wiederherstellen
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
etw. industriell oder von Hand gewerbsmäßig hervorbringen, fertigen
Beispiele:
Industriewaren, Gebrauchsgüter, Maschinen, Fernsehapparate, Glas, Lebensmittel herstellen
Wein, eine Tinktur herstellen
was wird in diesem Werk, Betrieb, in dieser Fabrik hergestellt?
das ist ein in Italien hergestellter Wagen
dieses Teil wird aus Kupfer, Kunststoff, dauerhaftem Material hergestellt
etw. maschinell, von Hand, in Serie herstellen
ich muß billig herstellen, weil das Vorurteil gegen die heimischen Fabrikate es so will [Th. MannKrull8,270]
2.
etw. schaffen, zustande bringen
Beispiele:
eine Telefonverbindung herstellen
die Schule ist bemüht, ein gutes Verhältnis, eine enge Verbindung zu den Eltern herzustellen
zu jmdm., einem Land enge, freundschaftliche Beziehungen herstellen
menschliche, politische Kontakte herstellen
zwischen den Atommächten wurde ein Gleichgewicht der Kräfte hergestellt
sich herstellen
Beispiel:
Etwas wie ein Einverständnis stellte sich zwischen ihnen her [FusseneggerAntlitz71]
3.
etw. wieder in den ursprünglichen Zustand bringen, wiederherstellen
Beispiel:
Aber die Anerkennung seines Oberen konnte den Seelenfrieden Francescos nicht herstellen [G. Hauptm.Ketzer4,114]
gehoben jmd. ist hergestelltjmd. ist von einer Krankheit genesen
Beispiel:
daß er, von einer Krankheit kaum hergestellt, mit Geschäften nicht dürfe behelligt werden [Ric. HuchConfalonieri31]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

stellen · Stelle · Stellmacher · Stellvertreter · Stellung · Stellage · abstellen · anstellen · Angestellter · Anstellung · ausstellen · Ausstellung · bestellen · entstellen · herstellen · wiederherstellen · Hersteller · Herstellung · nachstellen · verstellen · Verstellung · vorstellen · Vorstellung
stellen Vb. ‘an einem Ort zum Stehen bringen, aufstellen’, ahd. stellen (8. Jh.), mhd. stellen, stallen (Prät. mit Rückumlaut ahd. stalta, mhd. stalte, s. auch ↗Anstalt, ↗Gestalt), asächs. stellian ‘hinstellen’, mnd. mnl. nl. stellen, aengl. stellan sind im Sinne von ‘an einem Standort aufstellen’ gebildet zu germ. *stalla- ‘Standort, Platz’ (s. ↗Stall). Stelle f. ‘Ort, Platz, Amt, Behörde’, Rückbildung des 16. Jhs. aus dem Verb, eigentlich ‘Platz, Ort, wo etw. steht’; vgl. mhd. himelstelle ‘Stelle, Sitz im Himmel, Himmelsthron’. Stellmacher m. ‘wer Gestelle für Wagen herstellt’, spätmhd. (omd.) stellemacher, im Nordd. und Omd. verbreitet, zum ja-Stamm Stell n. ‘Gestell’ (frühnhd. bis ins 17. Jh., noch mundartlich im Nordd.), vgl. ahd. -stelli in forastelli ‘Stuhlverstopfung’ (um 1100); s. auch ↗Bettgestell. Stellvertreter m. ‘wer im Auftrag und Namen eines anderen handelt’ (17. Jh.). Stellung f. ‘das Stellen, Körperhaltung, Stand, Anordnung, Lage, Amt, Posten, militärisch befestigter Punkt bzw. Abschnitt’, mhd. stallunge, stellung; vgl. stellungslos (Ende 19. Jh.). Stellage f. ‘Gerüst, Gestell’, Übernahme (16. Jh.) von nl. stellage ‘Bau- oder Schaugerüst’, einer Bildung mit frz. Endung zu mnl. stellen (s. oben). abstellen Vb. ‘etw. abschaffen, beseitigen’ (15. Jh.), ‘niedersetzen’ (16. Jh.), ‘außer Betrieb setzen, abschalten, auf etw. abzielen’ (18. Jh.). anstellen Vb. ‘nahe woran stellen, lehnen, in eine Stelle, ein Amt einsetzen, bewerkstelligen, unternehmen, anstiften, zum Fließen, Strömen bringen’, reflexiv ‘sich anreihen’, mhd. anestellen ‘einstellen, aufschieben’; Angestellter m. ‘in einem abhängigen Arbeitsverhältnis Stehender’ (Anfang 19. Jh.); Anstellung f. ‘Arbeitsverhältnis, Arbeitsplatz’ (19. Jh.), ‘Einrichtung, Anordnung, Bewirkung’, auch ‘Aufschub’ (15. Jh.), Anstellung machen (17. Jh.) für älteres Anstalt(en) machen (s. ↗Anstalt). ausstellen Vb. ‘anfertigen, öffentlich zur Schau stellen, bemängeln, kritisieren’, auch ‘hinausstellen’ (15. Jh.); Ausstellung f. ‘öffentliches Zurschaustellen einer Sammlung o. ä., Ausfertigung, Bemängelung’ (17. Jh.). bestellen Vb. ‘in Auftrag geben, anfordern, bearbeiten, (eine Botschaft) ausrichten’, ahd. bistellen ‘besetzen, bekränzen’ (9. Jh.), mhd. bestellen ‘von allen Seiten umstellen, besetzen, einsäumen, einstellen, anordnen, besorgen, instand setzen’. entstellen Vb. ‘verunstalten’, mhd. entstellen, auch reflexiv ‘sich verstellen’, eigentlich ‘aus der rechten Stellung oder Form bringen’. herstellen Vb. ‘an einen bestimmten Platz stellen, restaurieren, anfertigen, produzieren’ (16. Jh.); wiederherstellen Vb. ‘in den alten Zustand versetzen, ausbessern, reparieren’ (18. Jh.); Hersteller m. ‘Produzent’ (19. Jh.), anfangs auch ‘Restaurator’; Herstellung f. ‘das Anfertigen, Produktion, Verlagsabteilung für typographische Gestaltung und Kalkulation der Bücher’ (19. Jh.). nachstellen Vb. ‘auflauern, verfolgen’ (16. Jh.; eigentlich Schlingen, Fallen stellen). verstellen Vb. ‘verbarrikadieren, an einen anderen Platz stellen, falsch stellen’, übertragen (reflexiv) ‘sich anders geben, als man ist, etw. vortäuschen’, mhd. verstellen ‘zum Stehen bringen, im Fließen aufhalten, (sich) verwandeln, verunstalten, unkenntlich machen’; Verstellung f. ‘Umstellung, Verunstaltung, (Vor)täuschung’ (15. Jh.). vorstellen Vb. ‘nach vorn stellen, bekannt machen’, reflexiv ‘sich ein geistiges Bild machen’ (16. Jh.); Vorstellung f. ‘das Bekanntmachen, geistiges Bild, Idee, Aufführung, Einwand, Vorhaltung’ (um 1600).

Thesaurus

Synonymgruppe
anfertigen · erstellen · ↗erzeugen · ↗fertigen · ↗generieren · herstellen · ↗machen · ↗verfertigen  ●  ↗fabrizieren  ugs. · ↗verbrechen (sarkastisch oder scherzh.)  ugs.
Assoziationen
Synonymgruppe
(kunstgerecht) machen · ↗anfertigen · ↗arbeiten · herstellen · ↗schaffen
Chemie
Synonymgruppe
bewirken · ↗erschaffen · ↗erzeugen · ↗fabrizieren · ↗formen · herstellen · ↗hervorbringen · ↗synthetisieren
Synonymgruppe
erzeugen · herstellen · ↗produzieren
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Anschluß Balance Beziehung Bezug Einheit Einvernehmen Fabrik Firma Gerechtigkeit Gerät Gleichgewicht Konsens Kontakt Kunststoff Maschine Material Menge Ordnung Produkt Tonne Transparenz Verbindung Vertrauen Waffe Zusammenhang Zustand selbst stellen vertreiben wieder

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›herstellen‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Ihm ist es bisher nicht gelungen, die Ruhe im Lande wieder herzustellen.
Die Welt, 18.06.2005
Welchen Schmuck können wir verwenden und wie stellen wir diesen her?
Der Tagesspiegel, 22.12.2002
Interpretationen tragen auf vielfältige Weise dazu bei, den geforderten triumphalen Charakter herzustellen.
o. A.: Lexikon der Kunst - E. In: Olbrich, Harald (Hg.), Lexikon der Kunst, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1989], S. 3193
Das war erschreckend viel, und man hoffte, es schon bald billiger herstellen zu können.
Rhein, Eduard: Du und die Elektrizität, Berlin: Ullstein 1956 [1940], S. 387
Übung hatte es möglich gemacht, das ganze übrige Buch in verhältnismäßig kurzer Zeit herzustellen.
Deussen, Paul: Mein Leben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1922], S. 31381
Zitationshilfe
„herstellen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/herstellen#2>, abgerufen am 23.10.2019.

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