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hervorbrechen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung her-vor-bre-chen
Wortzerlegung hervor brechen1
eWDG

Bedeutung

unvermittelt zum Vorschein kommen, hervorkommen
a)
Beispiele:
die Bande brach aus dem Hinterhalt, Dickicht hervor
Aus den hölzernen Schneeschutzböcken … bricht auf einmal ein riesiger Köter hervor [ LöscherAlles Getrennte92]
gehoben, übertragen
Beispiele:
die Tränen brachen (aus ihren Augen) hervor
das hervorbrechende Mondlicht
während der Knecht das hervorbrechende, dampfende Blut in rasch sich füllenden Schüsseln auffing [ Th. MannZauberb.2,622]
[die Messe] deren dichtgeballter Chorgesang jetzt besonders stark hervorbricht [ WerfelMusa Dagh22]
b)
etw. bricht hervoretw. äußert sich unvermittelt
Beispiele:
ein leidenschaftliches Gefühl, der Schmerz bricht hervor
Die hervorbrechenden Urmenscheninstinkte bei meiner zivilisierten Seeländerin erschreckten mich [ HartungWunderkinder184]
umgangssprachlich etw. bricht aus jmdm. hervorjmd. äußert sich spontan und lebhaft
Beispiel:
»Waaas?« brach es da bösartig aus Kreibich hervor [ BecherAbschied4,346]

Thesaurus

Synonymgruppe
herauskommen · hervorbrechen · plötzlich zum Vorschein kommen
Synonymgruppe
(sich) entladen · (sich) entzünden (auch übertragen: Streit .. an) · (sich) lösen · ausbrechen · entbrennen (Streit) · herausbrechen · herausschießen · heraussprudeln · hervorbrechen · hervorkommen · hervorschießen · losbrechen · sprießen  ●  aufbranden (Jubel, Beifall)  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(aus jemandem) herausbrechen (es; Gefühl; Verborgenes) · (aus jemandem) herausplatzen (es; Gefühl; Verborgenes) · (aus jemandem) hervorbrechen (es; Gefühl; Verborgenes) · nicht länger an sich halten können · nicht zurückhalten können
Assoziationen
  • offen zeigen  ●  (etwas) herausschreien  Hauptform · Alle soll(t)en es hören.  kommentierend · Jeder soll(te) es wissen.  kommentierend
  • (seiner) Verärgerung Ausdruck geben  ●  (seinem) Unmut Luft machen  variabel · Dampf ablassen  fig. · (sich) auskotzen  derb, fig.

Typische Verbindungen zu ›hervorbrechen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hervorbrechen‹.

Verwendungsbeispiele für ›hervorbrechen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Sobald der erste Regen fällt, bricht das frische Grün hervor. [Die Zeit, 10.02.2000, Nr. 7]
Doch ein letztes Mal noch bricht der alte Kämpfer aus ihm hervor. [Die Zeit, 04.05.2006, Nr. 19]
Von dort brachen sie jetzt wieder hervor, mit unverminderter Kraft. [Die Zeit, 31.03.2004, Nr. 14]
Und wenn die Bewegung hier versickert, dort wird sie neu hervorbrechen, auf die Dauer unaufhaltsam. [Die Zeit, 25.09.1970, Nr. 39]
Endlich brach es hervor, das Blut, aus Nase und Mund. [Werfel, Franz: Die Vierzig Tage des Musa Dagh I, Stockholm: Bermann - Fischer 1947 [1933], S. 278]
Zitationshilfe
„hervorbrechen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hervorbrechen>.

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