heterogen

Grammatik Adjektiv
Aussprache 
Worttrennung he-te-ro-gen
Wortzerlegung hetero--gen
Wortbildung  mit ›heterogen‹ als Grundform: ↗Heterogenität
Herkunft zu heterogenḗsgriech (ἑτερογενής) ‘von anderer Art, Gattung, unterschiedlichem grammatischem Geschlecht, verschiedenartig zusammengesetzt’
eWDG

Bedeutung

ungleichartig, uneinheitlich
Beispiele:
das Zusammenwirken heterogener Elemente
er zwängt die ganze große, vielgestaltige, heterogene Literatur in das Schema von drei »Strömungen« [ Weiskopf8,118]
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

heterogen Adj. ‘uneinheitlich, andersartig, aus Ungleichartigem zusammengesetzt’, im 18. Jh. (zuerst heterogenisch) aus mlat. heterogeneus, griech. heterogenḗs (ἑτερογενής) ‘von anderer Art, Gattung, unterschiedlichem grammatischem Geschlecht, verschiedenartig zusammengesetzt’ in die Wissenschaftssprache entlehnt. Erstes Kompositionsglied ist griech. héteros (ἕτερος) ‘der eine von zweien, der andere’, zum zweiten Kompositionsglied s. ↗-gen. Etwa gleichzeitig mit heterogen erscheint im Dt. das antonyme homogen (s. ↗homo-).

Thesaurus

Synonymgruppe
gemischt · heterogen · ↗inhomogen · nicht gleichartig · ↗uneinheitlich · ↗ungleich · ↗ungleichartig
Assoziationen
Antonyme
  • heterogen

Typische Verbindungen zu ›heterogen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›heterogen‹.

Verwendungsbeispiele für ›heterogen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wie aber könnte man der heterogenen Szene endlich mehr Gewicht verleihen?
Der Tagesspiegel, 26.01.2002
Nein nicht wirklich, es handelt sich um eine sehr heterogene Gruppe mit zum Teil völlig unterschiedlichen politischen Zielen.
Die Welt, 05.10.2001
Hier brachte erst das Eindringen heterogener Texte eine kantatenhafte Gliederung zustande.
Schaal, Richard u. a.: Kantate. In: Die Musik in Geschichte und Gegenwart, Berlin: Directmedia Publ. 2001 [1958], S. 40665
Es gibt noch andere Formen des widerstreitenden Aufeinanderstoßens heterogener Determinationen.
Hartmann, Nicolai: Der Aufbau der realen Welt, Berlin: de Gruyter 1940, S. 314
Es gibt, wie man daraus ersieht, wiederum zwei Formen der Begegnung zwischen heterogenen Partnern.
Mannheim, Karl: Ideologie und Utopie, Frankfurt a.M: Klostermann 1985 [1929], S. 232
Zitationshilfe
„heterogen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/heterogen>, abgerufen am 08.03.2021.

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