hin

GrammatikAdverb
Aussprache
Wortbildung mit ›hin‹ als Erstglied: ↗Hinflug · ↗Hinkunft · ↗Hinschied · ↗Hinweg · ↗hinarbeiten · ↗hinauf · ↗hinschleppen · ↗hintun · ↗hinwärts · ↗hinzu
 ·  mit ›hin‹ als Letztglied: ↗dahin · ↗daraufhin · ↗dorthin · ↗fernerhin · ↗fernhin · ↗fürderhin · ↗gemeinhin · ↗hieraufhin · ↗hierhin · ↗hintenhin · ↗immerhin · ↗irgendwohin · ↗jüngsthin · ↗künftighin · ↗langhin · ↗leichthin · ↗letzthin · ↗mithin · ↗nebenhin · ↗obenhin · ↗ohnehin · ↗schlechthin · ↗späterhin · ↗umhin · ↗vorhin · ↗weiterhin · ↗weithin · ↗wohin · ↗überallhin
 ·  mit ›hin‹ als Grundform: ↗hin-
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
räumlich
bezeichnet die Richtung vom Sprecher weg auf einen Zielpunkt zu
Beispiele:
die Straße zum Bahnhof hin ist sehr schlecht
umgangssprachlich »Für Sie liegt ein Päckchen auf dem Postamt.« »Dann nichts wie hin
umgangssprachlich wo ist er plötzlich hin?
umgangssprachlich wo denkst du hin! (= da irrst du dich!)
Ein Drang zu ihr hin ... stieg auf [FlakeSchritt277]
nun klapperte der Wagen nach rechts hin den Fahrweg hinunter [FontaneI 1,465]
Fünf Fenster hatte es [das Haus] auf die Straße hin [MusilDrei Frauen58]
dein Papa, wo wohnt er? Ist es weit bis hin? [StrittmatterTinko293]
in Verbindung mit Modalverben
Beispiele:
darf, kann man schon zu der Kranken hin?
wo soll ich denn hin? [FrischDon JuanIntermezzo nach I]
übertragen
Beispiele:
Ranzige Butter, die kriegt manchmal so'n Geschmack nach gekochtem Schinken hin [Hausm.Abel38]
Die Maschine wird nicht mehr auf den Menschen hin konstruiert [Wissenschaft und Fortschritt1957]
zeitlich
Beispiel:
und gegen den Herbst hin hatte Rolf tatsächlich das Gefühl, seinerseits diese Sache verwunden zu haben [FrischStiller294]
2.
a)
räumlich
hin und zurück
Beispiele:
wir sind hin und zurück gelaufen
bitte einmal Leipzig hin und zurück (= bitte eine Fahrkarte für die Hin- und Rückfahrt)
b)
räumlich
hin und herständig die Richtung wechselnd, kreuz und quer, auf und ab
Beispiele:
hin und her gehen, laufen
sich hin und her bewegen
das dauernde Hin und Her (= Kommen und Gehen) der Angestellten
Schwalben schossen hin und her [FontaneWuthenowI 1,338]
bildlich
Beispiele:
ich habe hin und her überlegt (= alle Möglichkeiten reiflich erwogen)
sie redeten hin und her (= kamen zu keinem Ende)
umgangssprachlich nach langem Hin und Her entschloss er sich zu dem Kauf
selten für »hier und da«
Beispiele:
Stefanie begann wieder laufen zu lernen. Nach einigen Wochen brauchte sie sich nur noch hin und her an einem Baum festzuhalten [StrittmatterTinko35]
Nur hin und her stand ein altes verfallenes Gemäuer [EichendorffTaugenichts3,59]
c)
umgangssprachlich
Beispiel:
das ist hin wie her (= das bleibt sich gleich, läuft auf dasselbe hinaus)
d)
umgangssprachlich ... hin, ... her
Beispiele:
Bruder hin, Bruder her (= wenn er auch mein Bruder ist), wenn er das getan hat, muss er bestraft werden
Mörder hin, Mörder her (= wie dem auch sei)! dachte ich. Es ist ja alles egal [TravenBaumwollpflücker93]
e)
räumlich seltener für räuml. »hin und her«
hin und wieder
Beispiel:
Man hörte nur, daß Stimmen erregt hin und wider gingen [FürnbergMozart-Novelle40]
f)
zeitlich
hin und wiedermanchmal, zuweilen, ab und zu
Beispiele:
hin und wieder besucht er uns noch
so etwas kommt hin und wieder vor
g)
kausal
auf ... hinaufgrund
Beispiele:
ich habe das Gerät auf seinen Rat, seine Empfehlung hin gekauft
auf ihr Schreiben hin bin ich hergekommen
auf seinen Wink hin fiel der Vorhang
Weder Kirsten noch ich gehörten zu den Zeitgenossen, die auf eine Todesnachricht hin sofort zu den Hinterbliebenen rannten [HartungWunderkinder183]
auf die Gefahr hindieses Risiko mit in Betracht gezogen
Beispiel:
selbst auf die Gefahr hin, dass alles scheitern könnte, machte er neue Pläne
3.
zeitlich
Beispiele:
es ist noch eine Weile, lange hin (= es dauert noch eine Weile, lange), bis die Bauarbeiten beginnen
durch viele Jahre hin (= während vieler Jahre, viele Jahre lang) ein Amt bekleiden
Die ganze Nacht hin (= während der ganzen Nacht) hat in dem Wirtshause zu Holdenschlag die Musik geklungen [RoseggerWaldschulmeister1,133]
was für einen Kopf er doch hat, der dies alles über vierzig Jahre hin (= die ganzen vierzig Jahre lang) noch weiß! [FalladaJeder stirbt515]
4.
nach adv. Bestimmungen
bekräftigt häufig ein Geschehen oder einen anhaltenden Zustand
in Verbindung mit »am«
Beispiel:
der Weg verläuft immer am Ufer hin (= der Weg verläuft immer am Ufer entlang)
in Verbindung mit »durch«
Beispiel:
dann führte unser Weg durch die Wiesen hin (= dann führte unser Weg quer durch die Wiesen)
in Verbindung mit »nach«
Beispiele:
sich nach allen Seiten hin verbeugen
wo der Strom sich staute und nach allen Richtungen hin teilte [I. SeidelTor89]
in Verbindung mit »über«
Beispiele:
der Wein hat sich über die ganze Hauswand hin ausgebreitet
ein paar Holzpantinen klappten über den Lehmflur hin [FontaneWuthenowI 1,410]
in Verbindung mit »vor«
Beispiele:
vor sich hin murmeln, pfeifen, starren
etw. vor sich hin sagen
Sie ... raucht vor sich hin [FrischGantenbein77]
in Verbindung mit »zwischen«
Beispiel:
wir liefen zwischen den Furchen hin
übertragen
Beispiele:
alle Hotelgäste wurden auf ihre Staatsangehörigkeit hin überprüft
Wörter auf ihre Herkunft hin untersuchen
5.
verloren, weg
Beispiele:
umgangssprachlich alles, mein ganzes Geld ist hin
umgangssprachlich das Vertrauen zu ihm ist hin
umgangssprachlich die fröhliche Stimmung war hin
salopp futsch ist futsch, und hin ist hin!
umgangssprachlich Meine Ruh ist hin [GoetheFaustI 3374]
kaputt, nicht mehr zu gebrauchen
Beispiele:
die Vase ist hin
wenn du das Fahrrad so behandelst, ist es bald hin
Er [der Ofen] ist vollständig hin [E. ClaudiusMenschen100]
erschöpft
Beispiel:
Am Abend sind alle müde und hin: Männer, Frauen und Kinder [StrittmatterTinko85]
tot
Beispiele:
seine Fische waren durch diese Krankheit alle hin
Hin muß er sein, ich mach ihn kalt! [BrechtJohanna9]
Entweder schlägt eine Bombe ins Haus ... dann sind wir hin [SteinbergUhren399]
6.
salopp begeistert, hingerissen
Beispiele:
alle waren von ihrer Stimme, Schönheit (ganz, einfach) hin
seit sie das Kleid im Schaufenster gesehen hatte, war sie hin
Etymologisches Wörterbuch (Wolfgang Pfeifer)

Etymologie

hin · hinnen · hingegen · hinweg · hinreißen · hinrichten · Hinrichtung · hinfällig · hinlänglich · Hinsicht · hinsichtlich
hin Adv. ‘von hier (nach dort)’, ursprünglich (im Gegensatz zu ↗her, s. d.) den Standpunkt des Sprechenden als Ausgangspunkt einer zielgerichteten Handlung charakterisierend, daher bei Übertragung auf zeitliche Verhältnisse von der Gegenwart aus in die Zukunft oder in die Vergangenheit weisend (vgl. die zusammengesetzten Adverbien fernerhin, künftighin, späterhin, weiterhin bzw. letzthin, vorhin). Ahd. hina (8. Jh.), mhd. hin(e), asächs. hin- (in hinfard), mnd. hen, hēn(e), mnl. hēne, nl. heen, aengl. hin- (in Komposita) sind Bildungen mit n-Suffix zu dem auch in ↗her, ↗heuer, ↗heute (s. d.) sowie in engl. he (s. ↗er) vorliegenden Pronominalstamm germ. *hi-, der mit der unter ↗hier (s. d.) dargestellten Bildung und außergerm. Formen wie dem ganz zu hin stimmenden air. cen ‘diesseits, ohne’, ferner air. ‘diesseitig’, lat. cis ‘diesseits’, lit. šìs, aslaw. , aruss. sь(sь) (neben sьjь, russ. älter sej, сей) ‘dieser’ auf ie. *k̑(e)i- ‘dieser, jener’ zurückgeht. Daneben stehen Formen wie lat. ce- (in cedo ‘gib her’, cēterus ‘der übrige, andere’), -ce (in ecce ‘siehe da’, verkürzt in hic ‘dieser’, illīc ‘dort’, nunc ‘jetzt’), die auf ie. *k̑e-, *k̑o- ‘dieser, jener’ weisen. Die Bedeutung ‘von hier’ lebt im Dt. vor allem in adverbiellen Zusammensetzungen weiter, die die Richtungsangabe präzisieren, vgl. hinab (mhd. hin abe, hin ab), hinauf (ahd. hina ūf, um 1000, mhd. hin ūf), hinaus (ahd. hina ūʒ, 9. Jh., mhd. hin ūʒ), hindurch (mhd. hin durch), hinein (ahd. hina in, um 1000, mhd. hin īn, hin in), hinzu (mhd. hin zuo) u. a. (wovon obd. und omd. Kürzungen wie nauf, naus, nein). Meist aber betont hin jetzt (bei Vernachlässigung des Sprecherstandpunkts) die Richtung auf ein in einer weiteren Ortsangabe genanntes Ziel zu (zum Meer, nach Süden hin, außerdem Zusammensetzungen wie dahin, dorthin, wohin, diese auch durch zwischengeschobene Satzglieder getrennt, vgl. wo willst du hin?); gelegentlich hebt es die Tatsache des Entfernens, Beseitigens hervor (synonym mit ↗fort, ↗weg, s. d., daher übertragene Verwendung wie ‘verloren, vernichtet, erschöpft, tot’) oder kennzeichnet den stetigen Fortgang einer Bewegung (über die Berge, am Flusse hin, hierzu wohl Adverbien wie gemeinhin, leichthin, schlechthin). Schon früh steht hin in enger Verbindung mit Zeitwörtern, namentlich Bewegungsverben; mit diesen wächst es im Nhd. zu trennbaren Verbalkomposita zusammen. Unter semantischem Einfluß bestimmter häufig hinzutretender Verben wie fallen, sinken, stürzen nimmt das Adverb auch den Sinn ‘auf den Boden zu, nieder’ an. hinnen Adv. ‘von hier’, ahd. hin(n)ā̌n, hin(a)na (8. Jh.), mhd. hinne(n), hinnān, asächs. hinan(a), mnd. henne(n), hin(n)e(n), mnl. hēnen, nl. henen, aengl. heonon(e) (weitergebildet engl. hence). Das in den älteren dt. Sprachstufen auch temporal verwendete (‘von jetzt an’), auf Erweiterung der unter hin (s. oben) angeführten Formen beruhende Adverb (vergleichbar mit ↗dannen, s. d.) tritt im Mhd. oft, im Nhd. regelmäßig in der verdeutlichenden präpositionalen Fügung von hinnen auf (mehrfach schon ahd. fona hinana, fona hinna, 8. Jh., fona hinan, 9. Jh., ‘fortan’); seit dem 19. Jh. schwindet es aus dem lebendigen Sprachgebrauch. hingegen Konj. ‘im Gegensatz dazu, dagegen’ (zuerst in der Verbindung da hingegen, Ende 16. Jh.), daneben im älteren Nhd. Adverb ‘daraufhin, als Antwort darauf’ (Mitte 16. Jh.) ist eine frühnhd. Bildung, der mhd. dar engegene, her engegene, als reine Ortsangabe auch hin engegene (s. ↗entgegen) vorausgehen. hinweg Adv. ‘fort von hier, weg’, spätmhd. hinwec, nach dem Vorbild mit hin zusammengesetzter Adverbien (s. oben) umgeformt aus gleichbed. mhd. enwec (s. ↗weg). hinreißen Vb. ‘in eine bestimmte Richtung fortreißen’, häufiger jedoch ‘begeistern, entzücken’, mhd. hin rīʒen ‘weg-, fortreißen’ (s. ↗reißen). Die in der 1. Hälfte des 18. Jhs. sich ausbreitende metaphorische Verwendung wird besonders im adjektivischen und adverbiellen Gebrauch der Partizipien hingerissen ‘in höchstem Maße begeistert’ und hinreißend ‘bezaubernd, überwältigend’ deutlich (letzteres in neuerer Zeit oft nur eindringlich-verstärkende Übertreibung); vgl. ferner sich zu etw. hinreißen lassen ‘etw. im Affekt tun’ (19. Jh.). hinrichten Vb. ‘an jmdm. das Todesurteil vollstrecken’; im Frühnhd. zunächst ‘zugrunde richten, verderben, töten’ (15. Jh.), erklärbar aus der Verbindung von hin ‘nieder, zu Boden’ (s. oben) mit ↗richten (s. d.) in derBedeutung ‘in eine bestimmte Richtung bringen’. Unter Einfluß der Rechtssprache, die frühnhd. richten (wie schon mhd. rihten) auch im Sinne von ‘das Todesurteil vollstrecken’ kennt, zeigt hinrichten vom frühen 16. Jh. an gelegentlich ebenfalls diese spezielle Verwendungsweise, die seit dem 19. Jh. ausschließlich gilt. Dazu Hinrichtung f. ‘Vollstreckung des Todesurteils’ (16. Jh.). hinfällig Adj. ‘altersschwach, gebrechlich, vergänglich’, mhd. hinvellec ‘umfallend, sterbend’, frühnhd. hinfellig auch ‘rückfällig’ und ‘vergänglich’ (15. Jh.), seit dem 17. Jh. daneben ‘gegenstandslos, haltlos’; Ableitung von mhd. hin vallen, frühnhd. hinfallen ‘zu Boden fallen’, im 16. Jh. auch ‘vergehen, verschwinden’ (wozu Anfang 17. Jh. hinfallen lassen ‘fallen lassen, gegenstandslos machen’). hinlänglich Adj. ‘ausreichend, genügend’, vorwiegend in adverbieller Funktion (17. Jh.), zum Verb hinlangen ‘sich bis zu einer bestimmten Stelle erstrecken’ (16. Jh.), ‘ausreichen’ (17. Jh., s. ↗langen, ↗gelangen). Hinsicht f. ‘das In-Betracht-Ziehen, Beziehung’, in der 2. Hälfte des 18. Jhs. aufkommende, besonders der Amts- und Gelehrtensprache angehörende Bildung (nach gleichbed. lat. respectus?, s. ↗Respekt), nur üblich in formelhaften Wendungen wie in dieser, jeder, mancherlei Hinsicht und in Hinsicht auf etw. (vgl. älteres in Absicht, in Ansehung, in Betracht u. ä.); dazu hinsichtlich Präp. mit Genitiv, zunächst in der Konstruktion hinsichtlich auf etw. auch Adverb (um 1800).

Thesaurus

Synonymgruppe
außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · ↗funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  ↗defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · hin  ugs. · im Eimer  ugs. · ↗kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
Assoziationen
  • (völlig) kaputt · ↗baufällig · ↗entzwei · ↗irreparabel · ↗marode · nicht mehr zu gebrauchen · ↗unbrauchbar · vernichtet · zerbrochen · ↗zermahlen · zermalmt · zerstört · zertrümmert  ●  aus dem Leim gegangen  ugs. · ↗auseinander  ugs. · geschrottet  ugs. · hin  ugs. · ↗hinüber  ugs. · im Arsch  derb · im Eimer  ugs. · reif für den Sperrmüll  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schrottig  ugs. · völlig hinüber  ugs. · zu nichts mehr zu gebrauchen  ugs. · ↗zuschanden  geh., veraltend
  • Mängel aufweisen(d) · abgestoßen · ↗angeknackst · angestoßen · beeinträchtigt · berieben (Bucheinband) · ↗beschädigt · ↗fehlerhaft · funktionsbeeinträchtigt · in seiner Funktion eingeschränkt · mit (kleineren) Mängeln · mit Kratzern · mit Lackschäden · mit Stockflecken · mit kleinen Macken · mängelbehaftet · nicht mehr alle Funktionen haben(d) · nicht mehr einwandfrei · nicht mehr tadellos · nicht mehr voll funktionsfähig · nicht mängelfrei · ↗schadhaft · verbogen · verkratzt  ●  ↗mangelhaft  Hauptform · angemackelt  ugs. · vermackelt  ugs.
  • behindert · ↗gestört
  • (sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · ↗kaputtgehen · mitten durchbrechen · ↗zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · (die) Grätsche machen  ugs., salopp · aus dem Leim gehen  ugs. · ↗auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.
  • (eine) Reparatur durchführen · (eine) Reparatur vornehmen · (einen) Mangel beheben · (einen) Mangel beseitigen · (einen) Schaden beheben · (einen) Schaden beseitigen · ↗(wieder) herrichten · (wieder) in Gang bringen · ↗(wieder) in Stand setzen · (wieder) in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzen · ↗(wieder) instand setzen · (wieder) zum Laufen bringen  ●  ↗reparieren  Hauptform · ↗richten  süddt. · (wieder) ganz machen  ugs. · ↗(wieder) heil(e) machen  ugs. · ↗(wieder) hinbekommen  ugs.
  • ausfallen · es nicht mehr tun · nicht mehr gehen · nicht mehr laufen · nicht mehr wollen  ●  (den) Geist aufgeben  fig. · nicht mehr funktionieren  Hauptform · (die) Grätsche machen  ugs., fig. · ↗(sich) verabschieden  ugs., fig.
  • aufhören zu laufen · ↗ausgehen · nicht funktionieren · ↗stehenbleiben · ↗streiken (Motor)
  • halt dich nicht lange damit auf  ●  wirf es weg  Hauptform · (das) ist gut für die Tonne  ugs. · (das) kann weg  ugs. · (etwas) kann (zum Müll o.ä.)  ugs., variabel · (nur) weg damit  ugs. · hau weg den Scheiß (gespielt prollig)  ugs. · immer weg damit  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schmeiß es weg  ugs. · sieh zu, dass das wegkommt  ugs.
Synonymgruppe
(völlig) kaputt · ↗baufällig · ↗entzwei · ↗irreparabel · ↗marode · nicht mehr zu gebrauchen · ↗unbrauchbar · vernichtet · zerbrochen · ↗zermahlen · zermalmt · zerstört · zertrümmert  ●  aus dem Leim gegangen  ugs. · ↗auseinander  ugs. · geschrottet  ugs. · hin  ugs. · ↗hinüber  ugs. · im Arsch  derb · im Eimer  ugs. · reif für den Sperrmüll  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schrottig  ugs. · völlig hinüber  ugs. · zu nichts mehr zu gebrauchen  ugs. · ↗zuschanden  geh., veraltend
Assoziationen
  • angeknackst · ↗angeschlagen · angestoßen · ↗beschädigt · ↗defekt · in Mitleidenschaft gezogen · lädiert · ↗mitgenommen · ramponiert · ↗schadhaft · ↗wurmstichig
  • Mängel aufweisen(d) · abgestoßen · ↗angeknackst · angestoßen · beeinträchtigt · berieben (Bucheinband) · ↗beschädigt · ↗fehlerhaft · funktionsbeeinträchtigt · in seiner Funktion eingeschränkt · mit (kleineren) Mängeln · mit Kratzern · mit Lackschäden · mit Stockflecken · mit kleinen Macken · mängelbehaftet · nicht mehr alle Funktionen haben(d) · nicht mehr einwandfrei · nicht mehr tadellos · nicht mehr voll funktionsfähig · nicht mängelfrei · ↗schadhaft · verbogen · verkratzt  ●  ↗mangelhaft  Hauptform · angemackelt  ugs. · vermackelt  ugs.
  • Schwingbruch · Schwingungsbruch  ●  Dauerbruch  ugs. · ↗Ermüdungsbruch  ugs.
  • dürftig · ↗lausig · ↗nachteilig · ↗negativ · ↗schädlich · ↗ungut · ↗ungünstig · von Nachteil · ↗widrig  ●  ↗schlecht  Hauptform · zu wünschen übrig lassen  ugs.
  • Schrottwagen  ●  altes Auto  Hauptform · ↗(alte) Klapperkiste  ugs. · ↗(alte) Mühle  ugs. · Abwrackkarre  ugs. · ↗Karre  ugs. · ↗Klapperkiste  ugs. · ↗Nuckelpinne  ugs. · ↗Rostbeule  ugs. · ↗Rostlaube  ugs. · ↗Schleuder  ugs. · ↗Schrottauto  ugs. · Schrottbüchse  ugs. · ↗Schrottfahrzeug  ugs. · ↗Schrotthaufen  ugs. · ↗Schrottkarre  ugs. · ↗Schrottkiste  ugs. · ↗Schrottmühle  ugs. · ↗Schüssel  ugs. · alte Blechkiste  ugs. · fahrbarer Schrotthaufen  ugs.
  • abgehalftert · ↗abgerissen · ↗abgetakelt · abgewirtschaftet · am Ende · ↗desolat · in einem schlechten Zustand · ↗marode · ↗mies · ruiniert · ↗schäbig · ↗ungepflegt · verdorben · ↗verkommen · verlottert · verludert · verlumpt · ↗verschlissen · verwahrlost · verwildert · zerfasert · zerfleddert · ↗zerlumpt · zerschlissen  ●  ↗(äußerlich) heruntergekommen  Hauptform · (herumlaufen) wie ein Penner  derb, abwertend · ↗abgefuckt  derb, jugendsprachlich · abgeranzt  ugs. · abgewrackt  ugs. · auf den Hund gekommen  ugs. · ↗gammelig  ugs. · muchtig  ugs., berlinerisch · vergammelt  ugs.
  • außer Betrieb · funktioniert nicht (mehr) · funktionsunfähig · ↗funktionsuntüchtig · hat seine Funktion eingestellt · in die Brüche gegangen · läuft nicht · nicht funktionierend · nicht mehr benutzbar  ●  ↗defekt  Hauptform · abgekackt  ugs. · fratze  ugs. · geht nicht (mehr)  ugs. · hin  ugs. · im Eimer  ugs. · ↗kaputt  ugs. · verreckt  ugs.
  • (sich selbst) zerlegen · (sich) in seine Einzelteile auflösen · ↗auseinanderbrechen · ↗auseinanderfallen · ↗durchbrechen · ↗entzweibrechen · ↗entzweigehen · in ... Teile zerbrechen · in Stücke brechen · in alle Einzelteile auseinanderfallen · in den Eimer gehen · in die Brüche gehen · in seine Einzelteile auseinanderfallen · in zwei Teile brechen · ↗kaputtgehen · mitten durchbrechen · ↗zerbröckeln · zerfetzt werden · zerstört werden  ●  (sich) in Wohlgefallen auflösen  ironisch · (die) Grätsche machen  ugs., salopp · aus dem Leim gehen  ugs. · ↗auseinandergehen  ugs. · in Stücke gehen  ugs. · in die Binsen gehen  ugs.
  • (eine) Reparatur durchführen · (eine) Reparatur vornehmen · (einen) Mangel beheben · (einen) Mangel beseitigen · (einen) Schaden beheben · (einen) Schaden beseitigen · ↗(wieder) herrichten · (wieder) in Gang bringen · ↗(wieder) in Stand setzen · (wieder) in einen gebrauchsfähigen Zustand versetzen · ↗(wieder) instand setzen · (wieder) zum Laufen bringen  ●  ↗reparieren  Hauptform · ↗richten  süddt. · (wieder) ganz machen  ugs. · ↗(wieder) heil(e) machen  ugs. · ↗(wieder) hinbekommen  ugs.
  • halt dich nicht lange damit auf  ●  wirf es weg  Hauptform · (das) ist gut für die Tonne  ugs. · (das) kann weg  ugs. · (etwas) kann (zum Müll o.ä.)  ugs., variabel · (nur) weg damit  ugs. · hau weg den Scheiß (gespielt prollig)  ugs. · immer weg damit  ugs. · reif für die Tonne  ugs. · schmeiß es weg  ugs. · sieh zu, dass das wegkommt  ugs.

Typische Verbindungen
computergeneriert

abfallen bewegen brabbeln deuten dümpeln fliegen gammeln hüpfen knien pendeln plätschern rennen rotten rutschen schauen schaukeln schieben schwanken schwingen springen untersuchen vegetieren verlagern wandern weisen wiegen wogen wälzen öffnen überprüfen

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hin‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

NACH LANGEM HIN UND HER haben sich Regierungskoalition und Opposition über die Pflegeversicherung geeinigt.
Süddeutsche Zeitung, 25.03.1994
ZUM LUSTGARTEN HIN ist das alte Schloß, nicht nur mit seiner Fassade, wieder Schloßpalast, Haus und Stadt augebaut.
Der Tagesspiegel, 04.01.1997
Zitationshilfe
„hin“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hin>, abgerufen am 18.10.2019.

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