hinausgehen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung hi-naus-ge-hen · hin-aus-ge-hen
Wortzerlegung hinaus-gehen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. nach dort draußen gehen
  2. 2. in die Ferne, Weite gehen
  3. 3. [umgangssprachlich] ⟨das Fenster geht auf den Hof hinaus⟩ man sieht von dem Fenster auf den Hof
  4. 4. ⟨über etw., jmdn. hinausgehen⟩ etw. überschreiten, weitergehen als etw., jmd.
eWDG, 1969

Bedeutungen

1.
nach dort draußen gehen
Beispiele:
zur Tür hinausgehen
er ging ohne Gruß (aus dem Zimmer) hinaus
2.
in die Ferne, Weite gehen
Beispiele:
wir sind am Sonntag aufs Land hinausgegangen
Er war Soldat und hatte Urlaub. Ehe er wieder hinausging (= ins Feld ging), ließ er sich mit mir trauen [ NollHolt2,412]
3.
umgangssprachlich das Fenster geht auf den Hof hinausman sieht von dem Fenster auf den Hof
Beispiele:
alle Wohnzimmerfenster gingen nach Süden hinaus
diese Tür geht (= führt) in den Garten hinaus
4.
über etw., jmdn. hinausgehenetw. überschreiten, weitergehen als etw., jmd.
Beispiele:
seine Hilfsbereitschaft geht über das Übliche, Normale hinaus
der junge Wissenschaftler geht mit dieser Darlegung über seine Vorgänger, seinen Lehrer hinaus
er verstünde nichts, was über seine Pflicht hinausgehe [ MusilMann689]
In Halle versuchte ich übrigens, über mein Fach hinausgehend, gemeinsame Aussprachen ... anzuregen [ BrugschArzt265]

Thesaurus

Synonymgruppe
(über etwas) hinausgehen · größer sein (als) · ↗überschreiten · ↗übersteigen  ●  ↗(eine Grenze) knacken  ugs.
Synonymgruppe
herausgehen (aus) · hinausgehen · nach draußen gehen · ↗rausgehen · ↗verlassen (Zimmer, Haus, Geschäft ...)
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›hinausgehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hinausgehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›hinausgehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Das eigene Risiko gehe nicht über "mehrere 100 Millionen Euro" hinaus.
Süddeutsche Zeitung, 15.05.2001
Gewiss gehen manche dieser Erwartungen über die Wirklichkeit weit hinaus.
Der Tagesspiegel, 16.03.2001
Wir können also hinausgehen, ohne eine neue Schuld auf die alte gehäuft zu haben!
Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 644
Es ist stets korrekt geblieben, aber es war militärisch-offiziell, und über das ist es nicht hinausgegangen.
o. A.: Achtundneunzigster Tag. Mittwoch, 3. April 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 16842
Aber die Durchführung ging sogar noch über den Plan hinaus.
o. A.: Einunddreißigster Tag. Donnerstag, 10. Januar 1946. In: Der Nürnberger Prozeß, Berlin: Directmedia Publ. 1999 [1946], S. 8225
Zitationshilfe
„hinausgehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinausgehen>, abgerufen am 21.09.2020.

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