Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

hinausgehen

Grammatik Verb · geht hinaus, ging hinaus, ist hinausgegangen
Aussprache 
Worttrennung hi-naus-ge-hen · hin-aus-ge-hen
Wortzerlegung hinaus- gehen

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. nach dort draußen gehen
  2. 2. in die Ferne, Weite gehen
  3. 3. [umgangssprachlich] ⟨das Fenster geht auf den Hof hinaus⟩ man sieht von dem Fenster auf den Hof
  4. 4. ⟨über etw., jmdn. hinausgehen⟩ etw. überschreiten, weitergehen als etw., jmd.
eWDG

Bedeutungen

1.
nach dort draußen gehen
Beispiele:
zur Tür hinausgehen
er ging ohne Gruß (aus dem Zimmer) hinaus
2.
in die Ferne, Weite gehen
Beispiele:
wir sind am Sonntag aufs Land hinausgegangen
Er war Soldat und hatte Urlaub. Ehe er wieder hinausging (= ins Feld ging), ließ er sich mit mir trauen [ NollHolt2,412]
3.
umgangssprachlich das Fenster geht auf den Hof hinausman sieht von dem Fenster auf den Hof
Beispiele:
alle Wohnzimmerfenster gingen nach Süden hinaus
diese Tür geht (= führt) in den Garten hinaus
4.
über etw., jmdn. hinausgehenetw. überschreiten, weitergehen als etw., jmd.
Beispiele:
seine Hilfsbereitschaft geht über das Übliche, Normale hinaus
der junge Wissenschaftler geht mit dieser Darlegung über seine Vorgänger, seinen Lehrer hinaus
er verstünde nichts, was über seine Pflicht hinausgehe [ MusilMann689]
In Halle versuchte ich übrigens, über mein Fach hinausgehend, gemeinsame Aussprachen … anzuregen [ BrugschArzt265]

Thesaurus

Synonymgruppe
(über etwas) hinausgehen · größer sein (als) · überschreiten · übersteigen  ●  (eine Grenze) knacken  ugs. · transzendieren  geh.
Synonymgruppe
herausgehen (aus) · hinausgehen · nach draußen gehen · rausgehen · verlassen (Zimmer, Haus, Geschäft ...)
Assoziationen

Typische Verbindungen zu ›hinausgehen‹ (berechnet)

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hinausgehen‹.

Verwendungsbeispiele für ›hinausgehen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Wir können also hinausgehen, ohne eine neue Schuld auf die alte gehäuft zu haben! [Gütersloh, Albert Paris: Sonne und Mond, München: Piper 1984 [1962], S. 644]
Ich erbot mich, an ihrer Stelle hinauszugehen, aber das lehnte sie ab. [Bergengruen, Werner: Der letzte Rittmeister, Berlin: Deutsche Buch-Gemeinschaft 1956 [1952], S. 223]
Wenn es zu arg wird, geht er hinaus und braucht irgendeinen Palliativ. [Safranski, Rüdiger: Friedrich Schiller, München Wien: Carl Hanser 2004, S. 465]
Übrigens geht der Begriff der Darstellung, wie man hier sieht, weit über den des Bildes hinaus. [Gehlen, Arnold: Urmensch und Spätkultur, Bonn: Athenäum 1956, S. 57]
Über ein stereotypes Verdammen der Macht geht der Film nicht hinaus. [Die Zeit, 13.01.2000, Nr. 3]
Zitationshilfe
„hinausgehen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinausgehen>.

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