hinauskomplimentieren

GrammatikVerb
Aussprache
Worttrennunghi-naus-kom-pli-men-tie-ren · hin-aus-kom-pli-men-tie-ren
HerkunftFranzösisch
Wortzerlegunghinaus-komplimentieren
eWDG, 1969

Bedeutung

jmdn. mit höflichen Worten und Gesten verabschieden und hinauslassen
Beispiele:
jmdn. höflich, mit Verbeugungen hinauskomplimentieren
[er] verließ, von Herrn Lehrer Reitlin hinauskomplimentiert und bis zum Wagen begleitet ... den Laden [A. ZweigBeil617]
spöttisch jmdm. deutlich nahelegen zu gehen
Beispiele:
er komplimentierte den lästigen Besucher kurzerhand hinaus
Wir ... gingen nicht nach Hause, bevor man uns hinauskomplimentierte [KästnerJunge162]

Thesaurus

Synonymgruppe
(jemanden) (kaltschnäuzig) abfertigen (mit)  ●  (jemanden) abfrühstücken  ugs. · (jemanden) abspeisen mit  ugs. · ↗(jemanden) abwimmeln  ugs. · (jemanden) hinauskomplimentieren  geh.
Assoziationen
Synonymgruppe
(jemandem) zeigen, wo die Tür ist · ↗ausquartieren · ↗entfernen · ↗hinausschicken · ↗hinauswerfen · nach Hause schicken · ↗wegschicken  ●  ↗expedieren  abwertend · (jemandem) die Tür weisen  geh. · (jemanden) hinauskomplimentieren  geh. · des Saales verweisen  geh. · ↗hinausbefördern  ugs. · rausschicken  ugs. · ↗rausschmeißen  derb · ↗rauswerfen  ugs. · vor die Tür setzen  ugs.
Assoziationen

Typische Verbindungen
computergeneriert

Gast Tür komplimentieren

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hinauskomplimentieren‹.

Verwendungsbeispiele
maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Als ich ins Lokal komme, werde ich sogleich wieder hinauskomplimentiert.
Die Zeit, 21.03.1975, Nr. 13
Als die überraschten Gäste eilig hinauskomplimentiert werden, sind die Bilder dummerweise schon gemacht.
Süddeutsche Zeitung, 18.10.1997
Die Kinder im Schülerladen achteten übrigens selbst darauf, daß nicht zu junge Kinder aufgenommen wurden, indem sie sie »hinauskomplimentierten«.
o. A.[Autorenkollektiv am Psychologischen Institut der Freien Universität Berlin]: Sozialistische Projektarbeit im Berliner Schülerladen Rote Freiheit. Frankfurt: Fischer Bücherei 1971, S. 54
Er schlug sie nicht, er drängte, er komplimentierte sie hinaus, seine Beziehungen zu Arnim nutzend.
Mann, Golo: Das Zeitalter des Dreißigjährigen Krieges. In: Propyläen Weltgeschichte, Berlin: Directmedia Publ. 2000 [1964], S. 1699
Bloß gelächelt hatte Cortez und hatte ihn mit ausgesuchter Höflichkeit zum Zelt hinauskomplimentiert.
Stucken, Eduard: Die weißen Götter, Stuttgart: Stuttgarter Hausbücherei [1960] [1919], S. 76
Zitationshilfe
„hinauskomplimentieren“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinauskomplimentieren>, abgerufen am 12.11.2019.

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