hinblicken

GrammatikVerb · blickt hin, blickte hin, hat hingeblickt
Worttrennunghin-bli-cken
Wortzerlegunghin-blicken
Wortbildung mit ›hinblicken‹ als Grundform: ↗Hinblick
Duden GWDS, 1999 und DWDS, 2018

Bedeutung

jmd. blickt (irgendwo) hinauf eine bestimmte Stelle blicken, seinen Blick irgendwohin richten
Beispiele:
Wo man auch hinblickt, tun sich Abgründe auf. [Neue Zürcher Zeitung, 17.10.2017]
Violet, Klaus und Sunny blickten über den weißen Sand hin, aus dem die kleinen Apfelbäumchen wuchsen. [Snicket, Lemony: Eine Reihe betrüblicher Ereignisse. München, 2007.]
Alles [der Abtransport der Gefangenen] vollzog sich […] vor den Augen der Passanten, und diese kümmerten sich nicht darum[…]. Die meisten von ihnen blickten gar nicht hin, andere lächelten und viele grinsten schadenfroh. [Hilsenrath, Edgar: Das Märchen vom letzten Gedanken, München: Piper 1989, S. 495]
metonymisch Überall, wo das Auge hinblickt, ein Gleissen und Schimmern von Gipfel zu Gipfel, ein Grüssen und Winken von Berg zu Berg. [Jahrbuch des Schweizer Alpen-Clubs. Schweizer Alpen-Club, Zürich 1941]
Ich lehnte teilnahmslos in der Ecke und suchte möglichst gleichgültig vor mich hinzublicken. [Bergg, Franz: Ein Proletarierleben. In: Simons, Oliver (Hg.) Deutsche Autobiographien 1690-1930, Berlin: Directmedia Publ. 2004 [1913], S. 8754]

Typische Verbindungen
computergeneriert

Auge Meer blicken düster genau immer nachdenklich scharf schweigen starr stumm

Detailliertere Informationen bietet das DWDS-Wortprofil zu ›hinblicken‹.

Zitationshilfe
„hinblicken“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinblicken>, abgerufen am 15.12.2019.

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