Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.

hinneigen

Grammatik Verb
Aussprache 
Worttrennung hin-nei-gen
Wortzerlegung hin- neigen
Wortbildung  mit ›hinneigen‹ als Erstglied: Hinneigung

Bedeutungsübersicht+

  1. 1. sich zu jmdm., etw. neigen
  2. 2. ⟨zu etw. hinneigen⟩ zu etw. tendieren, einer Sache zuneigen
eWDG

Bedeutungen

1.
sich zu jmdm., etw. neigen
Beispiele:
er neigte sich flüsternd zu ihr hin
sich zu einer Blüte hinneigen
2.
zu etw. hinneigenzu etw. tendieren, einer Sache zuneigen
Beispiele:
ich neige zu der Auffassung hin, dass …
daß sein Gemüt ein zartes war von je, / zum Dichten und zum Denken hingeneigt [ G. Hauptm.Elektra452]

Verwendungsbeispiele für ›hinneigen‹

maschinell ausgesucht aus den DWDS-Korpora

Hier und da neigen sich mehrstöckige Gebäude bedrohlich zur Straße hin. [Süddeutsche Zeitung, 18.01.1995]
Er klopfte, neigte sich hin beim Klopfen und hielt das Ohr zu dem pochenden Finger. [Mann, Thomas: Der Zauberberg, Gütersloh: Bertelsmann 1998 [1924], S. 468]
Die Waagschale neigt sich zum Theater hin, zum inszenierten Spiel. [Die Zeit, 06.05.2009, Nr. 19]
Sie neigt sich erheblich zur Straße hin, wobei sich das Wurzelwerk gelockert hat. [Süddeutsche Zeitung, 30.01.1997]
Frau Holt saß an seiner Seite, gepflegt, den makellos schönen Kopf leicht zur Seite, zu ihm hingeneigt. [Noll, Dieter: Die Abenteuer des Werner Holt, Berlin: Aufbau-Verl. 1984 [1963], S. 168]
Zitationshilfe
„hinneigen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinneigen>.

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