hinströmen

Grammatik Verb · strömt hin, strömte hin, ist hingeströmt
Aussprache [ˈhɪnʃtʀøːmən]
Worttrennung hin-strö-men
Wortzerlegung hin- strömen
Duden, GWDS, 1999 und DWDS

Bedeutungen

1.
etw. strömt irgendwo hinvon Flüssigkeiten, gasförmigen SubstanzenDWDS   an eine bestimmte Stelle, zu etw. strömen;
sich in großen Mengen gleichmäßig fließend, an einen bestimmten Ort, an ein bestimmtes Ziel bewegen¹ (1)DWDS
Synonym zu zufließen (1), in gegensätzlicher Bedeutung zu abfließen
Beispiele:
Das Wasser strömt sowohl zur Küste hin als auch wieder von ihr weg. [Die Welt, 07.11.2007]
Arbeitsplätze sollten nicht dort eingerichtet werden, wo die Abluft der genannten Geräte hinströmt. [Süddeutsche Zeitung, 20.07.1996]
[Am Rand von Ratzdorf entlang fließt von Norden herab das Wasser der Neiße.] Und links, das ist bereits die Oder, die im großen Bogen aus Richtung Ost behäbig‑breit auf diesen Punkt hinströmt. [Süddeutsche Zeitung, 07.11.1995]
2.
jmd. strömt irgendwo hinvon PersonenDWDS   sich in großer Zahl hinbewegen;
sich in einer großen, unüberschaubaren Anzahl gleichmäßig an einen bestimmten Ort, an ein bestimmtes Ziel begebenDWDS
Beispiele:
Die Häuser in den reichen Vororten von Tunis liegen in Trümmern, und zu Tausenden strömen die Schaulustigen hin, um die Ruinen der Diktatur zu besichtigen, auch viele Familien mit ihren Kindern. [Der Spiegel, 24.01.2011]
Die Kunden müssen Vertrauen haben in die Banken und nicht alle hinströmen und ihr Geld abziehen, denn dann bricht die Bank zusammen. [Süddeutsche Zeitung, 22.12.2008]
Ab Mitternacht strömen […] die Massen hin und bevölkern zu Tausenden die Bar und die Terrasse mit dem Pool. [Die Welt, 23.06.2007]
Zur Eröffnung [des Restaurants] sind so viele hingeströmt, dass der Kaffee knapp wurde. [Der Tagesspiegel, 27.04.2002]
Dieses Ereignis [die Verhüllung des Berliner Reichstags durch den Künstler Christo] war jeden Tag prominent in den Medien, und trotzdem sind in drei Wochen rund fünf Millionen Menschen hingeströmt. [Der Standard, 27.05.2000]
Grandios [ist] die Ausstellung »Les Immatériaux« im »Beaubourg«, wo das Volk von Paris in Massen hinströmte, um sich sinnlich und philosophisch ins Unsinnliche einführen zu lassen: ins Informationszeitalter. [die tageszeitung, 22.04.1998]
Was meinen Sie, wie viele Neugierige da [zum diesjährigen Kirchentag] hingeströmt sind, die sonst mit Kirche gar nichts im Sinn haben. [Die Zeit, 23.09.1983]
3.
übertragen etw. strömt irgendwo hinvon Waren, Handelsgütern, Finanzmitteln   in großer Anzahl, Menge einem Gebiet, Markt zufließen (2)DWDS
siehe auch hineinströmen (3), in gegensätzlicher Bedeutung zu abfließen
Kollokationen:
mit Akkusativobjekt: Kapital strömt hin
Beispiele:
In den offenen Finanzmärkten strömt Kapital dort hin, wo die Rendite‑Aussichten am günstigsten sind. [Die Welt, 30.09.2014]
[…] wo das Kapital hinströmt, wird am Ende auch der Faktor Arbeit wachsen. [Der Spiegel, 22.09.2006 (online)]
[…]die USA [sind] […] ein attraktiver Standort für Investoren […], so daß nach wie vor ausreichend Kapital dort hinströmt, um das Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren. [Die Welt, 04.08.2005]
[…] Kapital strömt überall hin, nur nicht dorthin, wo gerade demonstriert wird, wie es verloren geht. […] [Die Zeit, 02.03.1990]

letzte Änderung:

Zitationshilfe
„hinströmen“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinstr%C3%B6men>.

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