Der deutsche Wortschatz von 1600 bis heute.
eWDG

Bedeutungen

I.
Grammatik: räumlich
1.
hinten befindlich
Grammatik: substantivisch, stets betont
a)
hebt den Gegensatz hervor
in gegensätzlicher Bedeutung zu vorder
Beispiel:
Hinterachse, Hinteraufgang, Hinterbühne, Hinterdeck, Hintereingang, Hintergrund, Hinterhaus, Hintermann, Hinterrad, Hintertreppe, Hintertür, Hinterzimmer
b)
hebt den Gegensatz nicht hervor
Beispiel:
Hinterhof, Hinterland
Grammatik: besonders in Bezeichnungen von Körperteilen
Beispiel:
Hinterbacke, Hintergestell, Hinterhand, Hinterkopf, Hinterleib, Hinterpartie, Hinterteil
2.
siehe auch hinter¹ (1)
Grammatik: adverbiell, meist unbetont
Beispiel:
hinterdrein, hintereinander, hinterher
3.
ostmitteldeutsch, süddeutsch, umgangssprachlich nach hinten
Grammatik: verbal, trennbar/betont
Beispiel:
hinterbringen, hintergehen, hinterlassen, hinterziehen
Grammatik: besonders in Bezeichnungen des Essens, Trinkens
Beispiel:
hinteressen, hintergießen, hinterkippen, hinterschlingen, hintertrinken
II.
siehe auch hinter¹ (3)
Grammatik: adverbiell/zeitlich, meist unbetont
Beispiel:
hinterdrein, hintereinander, hinterher
III.
übertragen
1.
drückt etwas Heimliches, Verstecktes, Unehrliches aus
a)
Grammatik: nominal, stets betont
Beispiele:
Hintergedanke, Hinterhalt, Hinterlist, Hintersinn, Hintertür
hintergründig, hinterhältig, hinterlistig, hintersinnig
b)
Grammatik: verbal, untrennbar/unbetont
Beispiel:
hinterbringen, hintergehen, hintertreiben, hinterziehen
2.
drückt ein Zurückbleiben, Zurücklassen aus
Beispiel:
Hintertreffen, Hinterwäldler, Hinterbliebene, hinterlassen
Dieses Wort ist Teil des Wortschatzes für das Goethe-Zertifikat B1.
Zitationshilfe
„hinter-“, bereitgestellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache, <https://www.dwds.de/wb/hinter->.

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